Gerichtsnahe Beratung

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Trennung und Scheidung bedeuten für Familien eine tiefgreifende Veränderung. In dieser Situation fällt es den meisten Eltern schwer, miteinander zu sprechen. Daher haben sie sich entschieden, das Umgangs- und Sorgerecht gerichtlich regeln zu lassen.

In diesem Zusammenhang kann das Familiengericht ein Verfahren unterbrechen oder aussetzen, um den Parteien Gelegenheit zur Beratung und Vermittlung zu geben. Die Gerichtsnahe Beratung bietet einen geschützten Rahmen, in dem die Eltern sich austauschen und neue Kommunikationswege einüben können. Ziel ist es, die Eltern in ihrer Selbstverantwortung zu stärken und bei der Entwicklung einvernehmlicher Absprachen zu unterstützen.
Die Gerichtsnahe Beratung findet außerhalb des Gerichts in der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche statt. Die Gespräche sind kostenfrei und unterliegen der Schweigepflicht. Jedoch gibt der Berater eine Rückmeldung an das Gericht über Annahme und Beendigung der Beratung. Gemeinsam erarbeitete Regelungen melden die Eltern dem Familiengericht, die auf Elternwunsch in das Urteil mit eingehen. Endet die Beratung ohne gemeinsames Ergebnis, wird das Gerichtsverfahren fortgesetzt.

Eine gute Lösung für die Kinder kann nur dann erzielt werden, wenn beide Eltern hinter der vereinbarten Regelung stehen. Die Kinder können dann die Trennung verarbeiten und geraten nicht in Loyalitätskonflikt.



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