Pizzabäcker beweisen mit "Pizza sociale" guten Geschmack

Ein Euro pro Pizza für die Arbeit der Caritas

Ausgangssituation

Pizza_sociale_Ofen

In München leben mehr als 300.000 Migranten. Viele von ihnen sind schlecht integriert und sprechen nur wenig Deutsch – eine schwere Hypothek vor allem für Kinder, die unter solchen Voraussetzungen in Schule und Gesellschaft benachteiligt sind. Hier hilft die Caritas-Beratungsstelle Psychologischer Dienst für Ausländer (PDA), die im Rahmen des Projektes „Fit für die deutsche Schule“ Migrantenkinder auf die Schule vorbereitet. Aber auch dieses Projekt braucht Geld. Hier sprangen Münchner Pizzabäcker ein – nach der Devise „Migranten helfen Migranten“. Denn auch sie sind Migranten, konnten sich aber in Deutschland gut etablieren und sind in der Lage zu helfen.


Projektbeschreibung

Pizza_sociale_Mädchen

An der Aktion „Pizza sociale“ beteiligten sich mehr als ein Dutzend Pizzerien in München; öffentlichkeitswirksam unterstützt wurden sie von Politikern und Stars der ARD-Fernsehserien Marienhof und Sturm der Liebe. Die Pizzabäcker führten vom Erlös ihrer eigens kreierten „sozialen Pizzen“ jeweils einen Euro an das Caritas-Projekt „Fit für die deutsche Schule“ ab. Zum Auftakt der Aktion ließen sich die Pizzerien einiges einfallen: besonders ausgefallene Pizzakreationen und Benefizveranstaltungen oder sie ließen Fernsehstars in die Rolle von Kellnern und Pizzabäckern schlüpfen.

Die Aktion „Pizza sociale“ fand bereits zweimal statt: 2006 und 2008, jeweils im November/Dezember. Manche der beteiligten Pizzerien haben auch weiterhin eine „Pizza sociale“ auf der Karte und lassen den Erlös dem Projekt „Fit für die deutsche Schule“ zukommen.


Ergebnis / Nutzen

Pizza_Social_Marketing

Bei den beiden „Pizza sociale“-Aktionen kamen jeweils mehrere tausend Euro zusammen. Damit wurde ein Großteil der Finanzierung des Caritas-Projektes „Fit für die deutsche Schule“ sichergestellt, so dass viele Migrantenkinder sorgfältig auf die deutsche Schule vorbereitet werden konnten. Auch die beteiligten Pizzerien selbst profitierten von ihrem sozialen Engagement, denn mit ihren „sozialen Pizzen“ trafen sie genau den Geschmack ihrer Gäste.

Restaurants sind ein ungewöhnlicher Ort für Spendenaktionen, denn üblicherweise wird in Restaurants nicht auf soziale Notlagen von Mitbürgern aufmerksam gemacht. Vielleicht hatte die Aktion „Pizza sociale“ ja gerade deshalb ein sehr großes und positives Echo?


Pizza Sociale - wie kam es dazu? Ein Film über Idee und Ziel des Projekts


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