HaLT - Hart am Limit

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Bei HaLT („Hart am Limit“) handelt es sich um ein Alkoholpräventionsprojekt mit dem Schwerpunkt auf Rauschtrinken von Kindern und Jugendlichen. Das Projekt sensibilisiert Jugendliche mit Beratungs- und Präventionsangeboten zum riskanten Alkoholkonsum. Zugleich zielt es auf Verantwortliche in der Kommune, geeignete Maßnahmen in der Alkoholprävention zu ergreifen und auf die Einhaltung des Jugendschutzes zu achten.

Sinnvoll und notwendig wird ein derartiges Programm, da in den letzten Jahren zunehmend mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren stationär mit der Diagnose „akute Alkoholintoxikation“ behandelt werden mussten. Während im Jahr 2000 bundesweit 9.500 junge Menschen mit dieser Diagnose auffällig wurden, hat sich ihr Anteil bis 2005 mit 19.400 Fällen mehr als verdoppelt.
 
Präventionsvereinbarungen für den Ausschank alkoholischer Getränke an Jugendliche mit Festveranstaltern und Gastronomiebetreibern gehören ebenso zu den Angeboten des Konzeptes wie die Zusammenarbeit mit den kommunalen Krankenhäusern und Behörden. 
 
Ziele: 
- Jugendliche mit schwerer Alkoholintoxikation im Krankenhaus systematisch zu erreichen
- bei den Betroffenen Reflexion und Risikokompetenz zu fördern (Einzelberatung,  Gruppenangebot) sowie bei Bedarf weitergehende Hilfen einzuleiten
- kommunale Konzepte zur Reduzierung alkoholbedingter Schädigungen zu implementieren bzw. auszubauen proaktiver 
- Erkenntnisse über die Häufigkeit und die Begleitumstände exzessiven Trinkens zu gewinnen. 
 
Das HaLT-Projekt ist im November 2008 im Landkreis Ebersberg gestartet und steht unter der Schirmherrschaft des Landrats. Die kooperierenden Institutionen sind neben der Kreisklinik Ebersberg, das Kreisjugendamt Ebersberg, das Gesundheitsamt und die Fachambulanz für Suchterkrankungen in Grafing.

Bisher erfolgte Aktionen im Landkreis Ebersberg im Rahmen des proaktiven Teils (Schulung und Training von Verkaufspersonal, Informationsveranstaltungen, schulische Suchtpräventionsangebote, Verleih der alkoholfreien Saftbar, etc.)

Im Reaktiven Bereich wurden seit Projektstart junge Menschen, die mit einer Alkoholvergiftung in die Kreisklinik Ebersberg eingeliefert wurden vor Ort im Brückengespräch beraten. Die Beratung erfolgt über eine Rufbereitschaft, die 7 Tage pro Woche vormittags für die Kreisklinik erreichbar ist. Die zum Teil jungen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sind speziell geschult und erhalten eine Aufwandsentschädigung.
 
Im Anschluss an die in der Klinik stattgefundenen Beratungsgespräche für die jungen Menschen, fanden ebenfalls Gespräche mit den Eltern statt. Im Juni 2009 wurde das erste Gruppenangebot „Risiko-Check“ für die betroffenen jungen Menschen durchgeführt,  das durch eine erlebnispädagogische Maßnahme im Hochseilgarten Aschheim erfolgreich abgeschlossen wurde. 

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