Entstehung der Familienservicezentren

2006 startete der Caritasverband mit dem Pilotprojekt im Caritaskindergarten in der Orleansstraße. Das Projekt enstand aus der Kindertagesstätte heraus durch den zunehmenden Bedarf an Beratung, aber auch nach dem Wunsch an Begegnungsangeboten für Eltern. Durch das offene Arbeiten im Haus wurde bald klar, dass der nächste Schritt die Öffnung nach außen zum Stadtteil sein muss.

Als Orientierungshilfe diente uns der EEC-Ansatz, der in England entstand. Die Grundüberzeugung des EEC ist der gerechte und offene Zugang zur Bildung für alle. Das pädagogische Konzept des EEC-Ansatzes beruht auf Wertschätzung und Respekt jedem einzelnem Kind und dessen Familie gegenüber. Dem zu Grunde liegen 3 Leitgedanken:

  1. Jedes Kind ist exellent (einzigartig).
  2. Die Eltern sind die Experten ihrer Kinder.
  3. Die Kita wird zu einem integrierten Zentrum für Kinder und ihre Familien.
Early Excellences Centern sehen ihren Grundgedanken in der Qualität von Beobachtung und individueller Förderung von Kinder, sowie die Stärkung von Eltern und ihrer Einbeziehung in die Bildungsprozesse ihrer Kinder. Dies bedeutet, dass die Grundhaltung aller Beteiligter (Eltern;Pädagogen) zwei wesentliche Prinzipien vertritt:
a) Das Kind wird individuell in seinen Stärken und Kompetenzen wahrgenommen. Diese zu entdecken, zu beobachten und dann gezielt zu fördern und zu unterstützen steht im Mittelpunkt
b) Die Eltern werden als die ersten Erzieher ihrer Kinder wahr- und ernstgenommen. Sie werden in die pädagogische Arbeit mit einbezogen

Early Excellence macht den Anspruch deutlich, dass eine bestmögliche frühe Förderung im frühkindlichen Bereich eine wichtige Forderung für den Bildungsbereich ist und mit Familienunterstützenden Angeboten gekoppelt sein sollte, um von Anfang an eine größtmögliche Chancengleichheit zu gewährleisten. Unterschiedliche Angebote für Kinder und Familien sollen (vorwiegend in sozialen Brennpunkten) integriert sein in einem Zentrum, welches als "Dienstleistungszentrum für Familien" fungiert. Das Prinzip der "niederschwelligen Zugängen" zu diesen Angeboten, sowie ganzheitliche Strukturen für Kinder und Familien stehen im Mittelpunkt.
In unseren FSZ`s sehen wir die Grundsätze des EEC-Ansatzes verankert. 


Nicht nur der EEC-Ansatz sondern auch die "Lotsenmodelle" aus NRW waren im Entstehungsprozess unserer Familienservicezentren beteiligt.
Der Leitgedanke von Familienzentren NRW sieht vor, Kindertageseinrichtungen als Knotenpunkte umzufunktionieren und deren Potential dafür zu nutzen, Beratungs-und Hilfsangeboten für Eltern und Familien zu bündeln und miteinander zu vernetzen. Integrierte Dienstleistungen für alle Kinder und Familien sollten flächendeckend und nicht nur in sozialen Brennpunkten, entwickelt und bereit gestellt werden. Eltern werden in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt und bei der Bewältigung von Alltagskonflikten unterstützt.

Die Caritas Familienservicezentren orientieren sich am "Modell Galerie" und Modell Lotse". Die Angebote werden schwerpunktmäßig von externen Fachkräften und meist in den Räumen der Kindertagestätte durchgeführt. Die Koordination wird zusätzlich von einer/m Koordinator/in übernommen, die im Bereich der Kita fest mit angesiedelt ist. Aus der Kita heraus organisiert diese einen Kooperationsverbund mit unterschiedlichen Diensten die eigenständig arbeiten und miteinander kooperieren. Dabei werden vorwiegend die bereits bestehenden Caritas Internen Angebote der Caritas Zentren (CZ) genutzt und zu einer festen Netzwerkstruktur ausgebaut. Familiäre Unterstützungs- und Beratungsangebote sind dann besonders hilfreich, wenn sie "aus einer Hand" angeboten werden, wohnortnah und niederschwellig organisiert sind.


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