Seminare im Bundesfreiwilligendienst

Seminar November 2011

Im Novemberseminar besuchten 60 neue Freiwillige das Bildungszentrum in Geretsried. Auch trafen sich die 58 jungen Menschen, die bereits im September ihren Freiwilligendienst angetreten haben wieder. Während es bei den Neueinsteigern neben Kennlernen, Motivation und persönliche Kompetenzen ging, besuchten die „alten Hasen“ an einem Tag die Münchner – Aids – Hilfe, beschäftigten sich mit Themen wie: Behinderung und Sexualität, Trauer und Sterben oder versuchten Selbsterfahrungen als Rolli – Fahrer/innen zu sammeln

Montag
Neben den Referent/innen des Bildungszentrums standen den fünf Seminargruppen auch dieses Mal wieder die Ansprechpartner/innen der Caritas Florian Geiger und Antje Andrée zur Seite.
Nachdem alle Zimmer verteilt waren, starteten am Montagnachmittag die zwei Gruppen des zweiten Seminares bereits inhaltlich. Die Neuen trafen sich im Plenum, um die Hausregeln kennen zu lernen und sich in Kleingruppen aufzuteilen. Außerdem stellte sich die Caritas als Träger vor und beantworte Fragen, die sich den Freiwilligen bereits stellten. Nachmittags ging es für die Neuen in die Kleingruppenarbeit, wo sie sich gegenseitig ihre Arbeitsfelder vorstellen konnten. Der Großteil der Teilnehmer/innen kam aus den Bereichen Altenpflege/ Fahrdienste und aus der Behindertenhilfe. Freiwillige aus dem Bereich Kindertagesstätten, Horte und Schulen fanden gemeinsam mit jungen Menschen aus der Verwaltung und Hausmeisterdiensten zusammen

Dienstag
Am zweiten Tag stiegen die Gruppen noch intensiver ein. Einige fanden über interaktive Spiele schnell zu Gemeinsamkeiten und stellten auch Alleinstellungsmerkmale ihrer Person heraus. Schnell wurden Freundschaften geknüpft und für den Abend Neigungsgruppen gebildet. Während einige im Foyer des Hauses pokerten und Brettspiele spielten, schauten andere das Testspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden im Stüberl mit großer Begeisterung an.

Mittwoch
Der Mittwoch stand im Zeichen des Wahrnehmens. Die Gruppen führten sich mit verbunden Augen durch das Gebäude oder versuchten sich in der Übung: Blinde Schafe und Schäfer. Dabei wurde verdeutlicht, dass eine Gruppe nur gut miteinander arbeiten kann, wenn sie gut miteinander kommunizieren lernt. Verstärkt wurde diese Thematik noch durch inhaltliche Inputs zum Thema Kommunikation und bei der Übung „Flugzeugentführung“ konnte dies gleich praktisch umgesetzt werden. Abends rundeten ein Kreativangebot, welches vor allem von den Teilnehmerinnen genutzt wurde, eine Wanderung zur Aueralm, sowie die rege Nutzung der Kegelbahn das Programm ab.

Am Nachmittag wurden für die nächsten Seminare (das Nächste ab 14.11.11) Themen zur Auswahl gestellt und die Interessen der BFDlerInnen abgefragt. Die Freiwilligen wollen Thematiken bearbeiten, die mit Ihrer Tätigkeit in ihrer Einrichtung und ihnen selbst zusammen hängen. So suchten sie sich Themen aus wie z.B.: Sucht, Psychische Krankheitsbilder, Rollstuhl-Selbsterfahrung, Kommunikation und Gesprächstechniken u.v.m. Um etwas für das Leben zu lernen damit Ihre Generation die heutige Gesellschaft mitgestalten kann

Donnerstag
Zum Einstieg am Donnerstag gab es als Warming up das „Kotzende Känguru“, eine Übung, die Körpersprache, Schnelligkeit und Aufmerksamkeit erfordert. Die Teilnehmer/innen waren so begeistert, dass sie auch den anderen Gruppen davon berichteten und dort ebenfalls die Übung eingebaut werden musste. Die Gruppe „Behindertenhilfe“ beschäftigte sich intensiv mit Suchmaschinen im Internet und erhielt die Aufgabe, Homepages nach Übersichtlichkeit, Informationsgehalt und Quellen zu bewerten. Sie befassten sich außerdem mit Krankheitsbildern wie: Trisomie 21, Rett- Syndrom und Spastischen Lähmungen. Gruppen die bereits ihr zweites Seminar besuchten, beschäftigten sich mit dem Thema Trauer und Tod sowie mit psychischen Krankheitsbildern und Suchtproblematiken. Außerdem arbeiteten sie ihre Erfahrungen vom Rollstuhltest in München und vom Besuch in der Münchner Aidshilfe auf.

Wir freuen uns auf das nächste Seminar im November.



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