Seminare im Bundesfreiwilligendienst

Seminar vom 22.10.-26.10.2012 - Einstiegsseminar

Mit knapp 50 Freiwilligen starte in dieser Woche das erste Seminar der Gruppen G & H im Salesianum in München. Während in Gruppe H BFD- ler/innen eingeteilt waren, deren Dienst sich auf eine Zeit von unter 10 Monaten beschränkt, fasste Gruppe G alle Freiwilligen, deren Dienstzeit 10 -12 Monate umfasst. Nach den ersten Formalitäten, einem Foto von jedem/r BFD-ler/in und einem Stück „Begrüßungsschokolade“,startete die Woche mit Kennlernübungen.

Schnell hatten wir alle Namen der Teilnehmer/innen parat. Bald kam es auch untereinander zu intensivem Austausch. Die Jugendlichen konnten von ihren Einsatzstellen und ihre ersten Erfahrungen mit Besucher/innen und Team berichten. Dabei wurde deutlich, dass manche der Teilnehmer/innen in gleichen Häusern, aber auf verschiedenen Stationen/ Gruppen arbeiteten und sich bis dato nicht kannten.

Während die Gruppe G bei der Reflexion die Gruppe geteilt hat, versuchten die Leiterinnen von H den Austausch in der Gesamtgruppe. Wie sich herausstellte haben beide Methoden ihre vor und Nachteile. Einerseits bekommen im Plenum alle Teilnehmer/innen etwas von der Gesamtgruppe mit, andererseits schwindet bald die Aufmerksamkeit der Beteiligten und es fehlt die Zeit für den/die Einzelne/n intensiver zu erzählen. Bei vielen war von der Gruppe Anerkennung spürbar, wie schnell sie Verantwortung bekommen und nehmen.

Mitte der Woche beschäftigten wir uns arbeitsfeldspezifisch mit verschiedenen Krankheitsbildern wie Alzheimer, Demenz bei Senioren und welche praktischen Tipps ihnen das Leben mit der Krankheit erleichtern. Auch besprachen wir dabei das Thema Patientenverfügung und tangierten auch das Thema Umgang mit Sterben und Tod. Im Kinder – und Jugendbereich tätige Freiwillige erarbeiteten Präsentationen zu ADHS, Bulimie, Autismus und Migration. BFD-ler/innen aus Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen befassten sich sowohl mit körperlichen als auch psychischen Erkrankungen und konnten dabei auch an ihren Praxiserfahrungen anknüpfen und anschauliche Beispiele bringen.

Abends fand das Improvisationstheater auf einer richtigen Bühne im Pfarrsaal großen Anklang unter den BFD- ler/innen
Donnerstag stand bis Mittag ganz im Zeichen von Selbsterfahrung. So konnten die Freiwilligen in einer Art Zirkeltraining „hautnah“ erleben, wie z. B. das Blickfeld bei grauem Star oder anderen Sehbehinderungen eingeschränkt ist, wie Hörgeschädigte bzw. Gehörlose ihre Umwelt erleben und auch wie es ist, wenn der taktile Sinn oder die Motorik eingeschränkt ist. So ließ sich schnell ein empathisches Denken unter den jungen Menschen herstellen.

Am Nachmittag bereiteten die Freiwilligen unseren gemeinsamen bunten Abend unter dem Motto: „Süßes oder Saures“ vor. Dabei lernten wir viele Talente vom Moderieren über Singen bis hin zum Theater spielen kennen. Der Abend war durchweg gelungen, nicht zu letzt, weil ein Teilnehmer schnell noch die passende Dekoration aus dem Altenheim, in dem seine Mutter arbeitet, besorgte.
Vor der Reflexion und der Abreise hatten wir erstmal alle Hände voll mit der Zimmerräumung im Gästehaus des Salesianums zu tun. Denn auch wenn man zwischendurch immer mal wieder aufräumt, sammelt sich in einer Woche doch so einiges auf den Zimmern an. Unsere Müdigkeit vom langen Abenden davor trug sicher noch sein Übriges dazu bei.

Leider hat es gesundheitlich auch einige der Teilnehmer und Leiterinnen ausgeschert, was unsere Teilnehmer/innenzahl dezimierte. Aber insgesamt blicken wir auf eine ereignisreiche, schöne Woche zurück, in der fast nur ein Wunsch bei den Leitungen offen blieb: größere Seminarräume!

Antje Andrée



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