Seminare im Bundesfreiwilligendienst

PoBi 25.02.-01.03.2013

Anreise ins tief verschneite Geretsried, der Bus voller Bundesfreiwilliger mit ihrem Gepäck für eine ganze Seminarwoche. Passen überhaupt so viele ins Bildungszentrum rein?
Freundlicher Empfang im geräumigen, gemütlichen Foyer, Vergabe der Zimmerschlüssel, erster Kontakt zu den 1-2 Freiwilligen, mit denen das Zimmer eine Woche lang geteilt werden wird. Eigentlich sind die ja ganz o.k.!
Zuerst ist Mittagessen angesagt (lecker!), dann Seminarbeginn. Uschi, die pädagogische Referentin der Caritas ist auch da, nimmt uns in Empfang, erstes Kennenlernen, viele Eindrücke über die Freiwilligentätigkeit der anderen: was sie tun, was sie gelernt haben, wie sie mit Herausforderungen umgehen. Respekt! Die Hausführung eröffnet uns viele Freizeitmöglichkeiten: Kicker, Tischtennis, Fitnessraum, Musikzimmer, Lederwerkstatt, Kegelbahn und out-door-Möglichkeiten wie Wandern, Schlittenfahren usw. usf. Ein Schrank voller Spiele steht bereit, ein Internet-Café und ein großer Flachbildschirm für das TV-Abendprogramm. Wer sich über Langeweile beklagt, ist selber schuld.
Abends treffen sich die meisten von uns beim „Werwolf-Spiel“ und zum Abschluss des Tages gibt es „Nachtgedanken“: Impulse, zwei Geschichten bei Kerzenschein in lockerer Runde. Der Einstieg ist geschafft, jeder hat seinen Platz gefunden.
Der Referent wird vom Bildungszentrum gestellt, er hat ein spannendes, offenes Unterrichtskonzept, so ganz anders als die Schulerfahrung vieler Teilnehmer. Er hält das Thema offen, es liegt in unserer Verantwortung, uns für ein Thema zu engagieren. Zuerst herrscht Verwirrung: wie meint er das? Was sollen wir tun? Wo bleiben die Angebote, die wir in so einem Kontext erwarten? Ein Lernprozess entsteht, erste Aha-Effekte, ein langsames, fast tastendes Sich-Einlassen auf diese Herausforderung. Abends besuchen wir den Film „Les Miserables“ – ein Film der berührt! Ein Film der begeistert. Das ist Kunst, nicht nur ein Film. Nachdenklich und aufgewühlt kehren wir zurück, gehen den weiteren Abend nur zögerlich an. Was passt überhaupt nach so viel Tiefgründigkeit?
Am nächsten Morgen ist der Film immer noch präsent. Was für Charaktere! Welch Gesellschaftskritik! Die Aktualität der Themen packt uns, obwohl der Film in der Zeit der französischen Revolution spielt. Unendlich viel Gesprächsstoff für die nächsten Seminartage.
Zwischendrin Pausen, gute Gespräche, erste Freundschaften, Gemeinsamkeiten werden entdeckt, viel Austausch. Jeder gehört dazu, jeder hat seinen Platz, wir entdecken, was uns verbindet. Unterschiede sind auch o.k. – so deutlich war das früher nie.
Die Tage vergehen wie im Fluge. Schon ist Freitag und Zeit zum Abschiednehmen. Nur gut, dass Mitte März das nächste Seminar ansteht, da gibt es ein Wiedersehen. Die Zeit ist überschaubar – wäre doch schade, wenn das, was hier begann, so schnell wieder endet! Macht es gut und sorgt auf euch. Bis bald!



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