Seminare im Bundesfreiwilligendienst

Seminar zum Thema Kommunikation 13.-17.05.2013

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Bericht einer Teilnehmerin

Während ich auf das Gebäude zugehe, fühle ich mich an mein erstes Seminar hier im Salesianum in München erinnert. Meine Stimmung damals: Angespannt, zögerlich.
Wie wird man mich dort aufnehmen?
Welchen Menschen werde ich dort begegnen?
Werden die Seminare wie langweiliger Schulunterricht sein?

Heute, auf dem Weg zu meinem mittlerweile vierten Seminar, wieder im Salesianum:
Man begrüßt sich mit Umarmung, mit Handschlag, man kennt sich; aber auch die neuen Gesichter werden sofort von der Gruppe akzeptiert und freundlich aufgenommen.

Man isst gemeinsam Mittag, danach die erste Einheit: Das Schwerpunktthema ist dieses Mal Kommunikation. Der Blick der Teilnehmer soll auf die verschiedenen Bereiche dieses alltäglichen Gebietes gelenkt werden. Auf dem Wochenplan stehen unter anderem Körpersprache, Das Vier-Ohren-Prinzip nach Schulz von Thun und die Formulierung von Feedbacks mit Hilfe von Ich-Botschaften.

Von Schulstimmung kann übrigens keine Rede sein - in den Kleingruppen tastet man sich in lockerer Atmosphäre vor allem spielerisch an die Thematik heran. Am Ende der Einheiten steht jedes mal fest: Das Thema „Kommunikation" ist viel komplexer, als man zunächst vermutet; gerade bei der Übung, jemandem ein Feedback zu geben, gibt es haufenweise Stolpersteine, und wer an der Sache dran bleiben will, wird noch viel Zeit investieren müssen - dennoch: ein Anfang ist gemacht!

Neben dem theoretischen Input kann man bei den Seminaren auch viel über sich selbst lernen: Fragen wie „Wo liegen im Gruppenprozess meine Stärken und Schwächen, wie sehen mich die anderen, worauf werde ich in Zukunft stärker achten?" tauchen immer wieder auf.

Apropos Vier-Ohren-Prinzip: Die Vier mal zwei Ohren unserer Teamer sind wie immer offen für Fragestellungen, Anregungen, Kritik und Probleme der Teilnehmer, auch über das Seminar hinaus.

Abgesehen davon wird auch noch in andere Ebenen hineingeschnuppert: So wird zum Beispiel spontan eine Rollstuhl-Selbsterfahrung angeboten, bei dem die Teilnehmer selbst in einem Rollstuhl sitzen und von den anderen durch die Stadt gefahren werden. Hierbei kann man am eigenen Leib erfahren, wie sich Menschen, die an einen Rollstuhl gefesselt sind, sich im Alltag fühlen könnten.

Auch an den Seminarabenden kommt keine Langeweile auf: Es gibt abwechslungsreiche Angebote von Seiten der Leitung, wie z.B. den Nachtgedanken, Bowling oder das obligatorische „Werwolfspiel". Viele treffen sich auch in Gruppen, um die Stadt zu erkunden oder den Tag in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.
Es wird gemeinsam geredet, gesungen und gelacht. Auch der bunte Abend ist wieder mal ein voller Erfolg; Improvisationstalent und die Bereitschaft, über sich selbst zu lachen, sind gefragt, wenn man aus wenigen Mitteln in kurzer Zeit eine Show zum Thema „Comic-Helden" auf die Beine stellen will. Wieder einmal steht man vor der Frage: Wie sollen wir das schaffen - wieder einmal ist das Erfolgserlebnis groß, als (fast) alles reibungslos klappt! So bleibt die gute Laune die ganze Woche über stabil.

Doch der letzte Tag kommt schnell, und der Abschied fällt schwer. Man tröstet sich damit, dass man Handynummern und Facebook-Namen ausgetauscht hat; aber vor allem: Man sieht sich im Juli wieder beim Seminar in Königsdorf! Es gibt leider auch ein paar Leute, die dann nicht mehr dabei sein können, aber es steht fest: Man bleibt in Kontakt!

Und so nehme ich auch aus diesem Seminar, neben neu erworbenem Wissen, vor allem viele positive Erinnerungen an schöne Tage und Freundschaften mit nach Hause.


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