Seminare im Bundesfreiwilligendienst

Seminar in Burg Schwaneck 07.-11.10.2013

Am 7. Oktober 2013 trafen am Bahnhof Pullach gegen Mittag immer mehr Jugendliche ein, die allesamt auf dem Weg zum Einführungsseminar des Bundesfreiwilligendienstes in der Burg Schwaneck waren. Im Foyer des Erdgeschosses der Burg, das als Treffpunkt diente, wurde es schnell ziemlich eng, denn der Strom der Neuankömmlinge wollte einfach nicht aufhören. Kein Wunder, schließlich versammelten sich über 80 Teilnehmer mit den GruppenleiterInnen in dem kleinen Raum.

„Aha“, so werden sich einige gedacht haben, „also gibt es doch so viele, die genau wie ich den BFD machen. Wo die wohl alle her kommen?“ Eine große Landkarte von München gab direkt die Antwort auf diese Frage, denn darauf konnte der Standort der jeweiligen Einsatzstelle mit einem Fähnchen markiert werden.

Während der Zimmereinteilung ergaben sich bereits erste Gespräche unter den SeminarteilnehmerInnen, bis es dann mit einer Burgführung in Gruppen weiterging. Anschließend wurden die Freiwilligen im großen Rittersaal offiziell begrüßt und die GruppenleiterInnen stellten sich jeweils einzeln vor. Nach einer Einführung in die Burg- und Seminarregeln wurde die Runde durch ein paar Kennenlernspiele aufgelockert.

So sollten sich die TeilnehmerInnen beispielsweise der Körpergröße nach aufstellen, was einfacher klingt, als es dann letztendlich war. Sich in Gruppen nach Anfangsbuchstaben zu sortieren war schonmal einfacher und auch das Nachstellen der Einsatzstellenlandkarte funktionierte besser als gedacht, zudem gab es einen ersten Überblick darüber, wer denn in der Nähe oder vielleicht sogar im selben Ort arbeitet.

Anschließend ging es in den verschiedenen Gruppenräumen im kleineren Rahmen (ca. 20) mit dem Kennenlernen weiter, schließlich wollten ja die Namen der anderen Freiwilligen gelernt werden. Ein erster Austausch über die Einsatzstellen zeigte bereits, wie vielseitig die Arbeit  des BFD ist.

Für die zwei großen Programmpunkte am Dienstag und Mittwoch wurde die Gesamtgruppe in zwei Hälften geteilt. Die eine führte eine Rollstuhlselbsterfahrung in München durch, worüber anschließend ausgiebig in den Kleingruppen reflektiert wurde. Der anderen Hälfte stand je nach Interessengebiet eine Referentin zum Thema Pflege oder ein Referent zum Thema Pädagogik zur Verfügung, außerdem konnten sich die Freiwilligen mit der Bedeutung der Helferrolle auseinandersetzen. Am nächsten Tag wurden die Gruppen getauscht.

Der Donnerstag stand unter dem Aspekt der Einsatzstellenreflexion, die wieder in den Kleingruppen stattfand. Dabei zeigte sich, das der Austausch untereinander am Besten in einer kleinen Runde von maximal 10 Personen funktioniert, da so alle ausreichend zu Wort kommen und die Aufmerksamkeit in großen Gesprächsrunden meinst begrenzt ist.

Die Abendgestaltung war dank der Ideen und des Einsatzes der Gruppenleiter sehr abwechslungsreich und auch der Nachtgedanke zu Themen wie „Es ist nicht alles Gold was glänzt“ war eine interessante Erfahrung. So war von Poker, Werwolf, Bowling, Lagerfeuer mit Stockbrot, Gitarre und Gesang, Filmschauen oder Yoga bis hin zum gemütlichen Beisammensein im Café für alle etwas dabei.

Gerade in solchen Runden kam es zum intensivem Kennenlernen, weswegen es doch etwas schade war, dass die Räumlichkeiten auf der ansonsten so ansprechenden Burg doch sehr begrenzt waren.

Der Höhepunkt des Seminars war definitiv der Open-Stage-Abend am Donnerstag mit dem Thema „Amerika“. Seine Ankündigung löste zwar zunächst gemischte Gefühle aus, erinnerte er einige doch sehr an den oftmals unbeliebten bunten Abend aus der Schulzeit. Auch die kurze Vorbereitungszeit am Donnerstagnachmittag und das vorher nicht bekannte Thema stießen erstmal auf Ratlosigkeit. Als sich dann aber die verschiedenen Gruppen zusammenfanden und eifrig mit planen und proben loslegten, kam das Ganze ins Rollen. Das Organisationsteam übernahm die Einkäufe sowie die Dekoration des großen Rittersaals, in dem der Abend stattfinden sollte, während sich das Technikteam um Bühne, Ton und Beleuchtung kümmerte. Die beiden Moderatoren managten die Absprache zwischen den Gruppen und führten charmant durch den Abend.

Die Vielfalt der Talente sowohl der SeminarteilnehmerInnen als auch der GruppenleiterInnen wurde schließlich auf der Bühne deutlich und es zeigte sich, dass auch in kurzer Zeit ein tolles Programm auf die Beine gestellt werden kann. Es gab Einlagen aus den Bereichen Gesang, Tanz und Theater sowie verschiedene  Quizshows über Amerika. Insgesamt war der Abend ein voller Erfolg, der im Café seinen Ausklang fand.

Der erste Schnee des Jahres begleitete die Freiwilligen schließlich mit den Erinnerungen an das Erlebte während der letzten Tage und voller Vorfreude auf ein Wiedersehen beim nächsten Seminar im Dezember nach Hause.


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