Seminare im Bundesfreiwilligendienst

Projektseminar 20.-24.04.2015 in Dachau

„Machen was man will“ - Klingt easy, ist aber komplizierter als man denkt!
 
Vor allem wenn es bedeutet sich als Gruppe von 20 Personen auf ein Thema oder viel mehr auf ein Projekt zu einigen, das während der Projektwoche durchgeführt werden soll.
Das war die Aufgabe der vier Seminargruppen auf dem Projektseminar, das von 20. bis 24. April 2015 im internationalen Jugendgästehaus in Dachau stattfand.
Nach der Anreise am Montagvormittag trafen wir uns zunächst zum gemeinsamen Mittagessen im Jugendhaus – gut zum Ankommen um sich im Haus bzw. sich allgemein umzuschauen, wer denn in dieser Woche alles dabei war. Es gab viele bekannte aber auch einige neue Gesichter – wie das im BFD immer so ist.
In den Seminargruppen zusammengefunden wurde klar worum es diese Woche geht: die Projektmethode; das heißt Projektthemen überlegen, sich auf ein Einziges gemeinsam einigen und daraus schließlich ein Projekt planen, organisieren und durchführen. Und es – nicht zu vergessen – reflektieren.

Bild vom BFD-Seminar in Dachau
Gruppe auf dem BFD-Seminar

Fiel es am Dienstagvormittag noch leicht unendlich viele Ideen, Themen und Wörter zu brainstormen, ging es in den nächsten Tagen dann ans Eingemachte: Themen auswählen und andere „rauswerfen“ – im Konsens – als Gruppenentscheidung – so dass ALLE zufrieden sind – gibt es Gegenstimmen bleibt das Thema – achtgeben auf ALLE in der Gruppe.
Puh, das erfordert Ausdauer und Aufmerksamkeit... aber auch, dass man selber den Mund aufmacht, wenn man nicht einverstanden ist…kreative Konfliktlösungsstrategien. Manches fällt einem leichter, anderes richtig schwer!
Vor allem Konflikte auszuhalten und dann nicht einfach mit einer Mehrheitsentscheidung ein schnelles Diskussionsende zu finden, sondern alle ins Boot holen, da kann man schon mal grantig werden mit der Aufgabe und sich Fragen „Warum das alles!?“
Weil es Schlüsselkompetenzen fördert und weil ein Projekt, auf das alle Lust haben einfach viel mehr Spaß macht und besser gelingt!
Das zeigte sich an den Projekten aller Gruppen: So entschied sich eine Gruppe sich den Chill-Tag Zeit für sich zu gestalten und sich bewusst von Beschleunigung und Input frei zu machen, eine andere Gruppe setzte sich in einer Stadtführung mit unserem Aufenthaltsort Dachau kulturell auseinander. Wieder andere designten ein mehrstündiges interaktives Großgruppenspiel mit diversen Aufgaben. Und eine weitere Gruppe organisierte eine Spendensammlung für das ansässige Tierheim und besuchte dieses mit einem Kofferraum voll Sachspenden.
Diese Erfolge und die Leistungen der Gruppen der ganzen Woche feierten wir am Donnerstagabend mit einem „boarischen“ Fest! 
 

Die positiven Rückmeldungen der ausgiebigen Abschlussreflexion am Freitagvormittag, zur Beendigung des Seminars, hatten ihre Entsprechung in der Stimmung, die der strahlende Sonnenschein an diesem Tag in der tief verschneiten glitzernden Bergwelt verbreitete.
 

Bild vom BFD-Seminar
Poster vom BFD-Seminar in Dachau

Darüberhinaus war an den Abenden wieder viel geboten: neben diversen kreativen Angeboten wie Häkeln oder Origami, konnten wir diesmal auch einen Lagerfeuerabend veranstalten. Außerdem wurde auf diesem Seminar erstmals einer der Nachtgedanken zum Tagesabschluss von unseren Teilnehmer_innen selbst gestaltet: Ein schöner Abend zum Thema „Nochmal Kind sein“.
 
Am Freitag haben wir die Projektmethode noch kritisch reflektiert. Manchem war die Phase des Ideensammels im Vergleich zur Handlungsphase zu lang. Andere haben erlebt, wie gut es tun kann, die eigne Meinung öffentlich zu sagen und wie viel Mut dazugehört. Egal welches Projekt entstand haben alle Gruppen auch deutlich wahrgenommen, dass über das gemeinsame Einigen auch der Prozess in der Gruppe vorangeschritten ist.
 
Mit vielen intensiven Erfahrungen, neuen Eindrücken und manche mit ein bisschen mehr Farbe vom vielen Sonnenschein verließen wir am Freitag schließlich das Jugendgästehaus. Jetzt sind wir gespannt auf unser Abschlussseminar im Juni.



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