Menschen am Lebensende begleiten

"In einer so grundsätzlichen Frage gilt es zunächst festzuhalten, dass jeder Mensch Anspruch hat auf ein menschenwürdiges Sterben. Das Sterben ist die letzte große Lebensaufgabe, die der Mensch zu bewältigen hat. Diese Aufgabe kann ihm niemand abnehmen, wohl aber kann und muss ihm dabei geholfen werden." (Die Deutschen Bischöfe 4, 1975)


Es ist Auftrag des Caritasverbands mit seinen Trägern und ihren Einrichtungen, sichtbares Zeichen für die liebende Zuwendung Gottes zu allen Menschen zu sein. Dazu gehört besonders, kranken, alten, behinderten Menschen und ihren Angehörigen und Freunden aus christlicher Verantwortung heraus individuelle, kompetente und zugewandte Unterstützung auch am Lebensende und beim Sterben anzubieten.


Titelseite der Broschüre

Dieses Ziel greifen die vorliegenden Leitlinien auf. Jesus fragt den blinden Bettler Bartimäus „Was soll ich dir tun?“ (MK 10, 51). Dieser Haltung folgt eine christliche Hospiz- und Palliativkultur: Nicht die Helfenden wissen, was gut für den Sterbenden ist – der Sterbende sagt es den Helfern.

"Was soll ich dir tun?" Leitlinien einer christlichen Hospiz- und Palliativkutur


Projekt Christliche Hospiz- und Palliativkultur

Mit der finanziellen Unterstützung durch die Erzdiözese München und Freising in Höhe von einer Million Euro konnte ein Projekt zur Förderung, Weiterentwicklung und Verstetigung einer christlichen Hospiz- und Palliativkultur von Mai 2009 bis Mai 2012 durchgeführt werden. Dabei stand die Reflexion und Bearbeitung der Begleitung und Betreuung schwerkranker, sterbender Menschen in den Einrichtungen und Diensten unter dem Dach der diözesanen Caritas im Fokus.

In dem Projektzeitraum von drei Jahren wurden 55 teilnehmende Einrichtungen aus ambulanter Pflege, stationärer Altenhilfe und Behindertenhilfe begleitet und beraten und erhielten Unterstützung bei der Durchführung von Fortbildungen und bei ihrer konzeptionellen Weiterentwicklung. Ein wesentlicher Schwerpunkt war zudem die regionale Vernetzung und Zusammenarbeit, insbesondere auch mit den Pfarrgemeinden.



Erzbischöflicher Hospiz- und Palliativfonds

Kardinal Marx hat im Mai 2012 den „Erzbischöflichen Hospiz- und Palliativfonds“ ins Leben gerufen. Dieser knüpft an das durchgeführte Projekt an und unterstützt die Einrichtungen unter dem Dach der diözesanen Caritas und seelsorgliche Dienststellen im Bistum bei der kontinuierlichen Pflege einer christlichen Hospiz- und Palliativkultur.


Informationen für Antragsteller


Kontakt
Sebastian Heller
Fachreferent für Hospizarbeit und Palliative Care
Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
Hirtenstraße 4, 80335 München
Tel.: 089 55169-423
Fax: 089 55169-284
Email: sebastian.heller@caritasmuenchen.de


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