Rollentausch 2017: Besuch von Bündnis 90/Die Grünen beim Psychologischen Dienst für Ausländer

München, 17.März 2017.

Rollentausch von l.n.r.:Willibald Strobel-Wintergerst, MdB Beate Walter-Rosenheimer, Wiltrud Wystrychowski.

Der Psychologische Dienst für Ausländer (PDA) im Caritas-Zentrum Innenstadt hat auch 2017 politische Vertreter zum „Rollentausch“ eingeladen. „Es ist nötig den Psychologischen Dienst für Ausländer und die Jugendmigrationsdienste für Präventionsarbeit zu fördern, damit man psychisch belastete Menschen früh auffängt und mögliche Folgekosten einer Unterversorgung spart“, sagte Beate Walter-Rosenheimer, Bündnis 90/Die Grünen und seit 2012 Mitglied des deutschen Bundestags, nach ihrem Besuch am Donnerstag, 16. März in der Caritas-Einrichtung, Bayerstraße 73.
 
Beate Walter-Rosenheimer beim Klienten-Frühstück dabei
 
Zum Austausch mit Klienten/innen und Mitarbeitenden war die Diplom-Psychologin Walter-Rosenheimer am Vormittag zum „Klienten-Frühstück“ eingeladen. Jeden Donnerstag treffen sich dort Betreuer und Klienten aus dem Betreuten Einzelwohnen zum gemeinsamen Frühstück und Austausch. Jeder Teilnehmer leistet einen Beitrag zum Buffet. „Es handelt sich um eine Gruppenaktivität, die psychisch kranke Migranten/innen verschiedener kultureller Herkunft zusammenbringt“, erklärte die Leiterin des Psychologischen Dienstes für Ausländer, Wiltrud Wystrychowski.
 
Politiker lernen durch Rollentausch soziale Einrichtungen kennen
 
Walter-Rosenheimer zeigte sich sehr interessiert an der praktischen Arbeit in den unterschiedlichen Projekten und Diensten des PDA. „Wir möchten den Politikern unsere tägliche soziale Arbeit und unsere Integrationsleistungen darstellen und zeigen, wie wichtig wir für unsere Klienten/innen und eine solidarische Gesellschaft sind“, so Wystrychowski. Zuletzt war im Februar 2017 Bezirksrätin Beate Meyer zum Rollentausch angetreten. Dieser wurde 2005 vom Bayerischen Sozialministerium initiiert und hat zum Ziel, dass Kommunalpolitiker aus allen Parteien unterschiedliche soziale Einrichtungen kennenlernen und für einige Stunden mit Fachkräften „die Rollen tauschen.“
 
Das macht der Psychologische Dienst für Ausländer
 
Der Psychologische Dienst für Ausländer ist eine kultursensible und muttersprachliche Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten in den Schwerpunkten: Erziehungsberatung, Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung, Sozialpsychiatrische Beratung/Lebensberatung, Onlineberatung. Die muttersprachliche Beratung und Therapie erfolgt für Migrantinnen und Migranten aus Italien, Griechenland, Spanien, Portugal, Lateinamerika, Kroatien, Serbien, Bosnien, Russland und der Türkei und deren Familienangehörigen, als Bestandteil der deutschen Regelversorgung. Das Angebot beinhaltet Beratung und Therapie von Einzelpersonen, Familien, Kindern, jungen Erwachsenen und Gruppenarbeit. Besondere Ressourcen sind kulturspezifische Kenntnisse und eigene Erfahrung im Bereich der Migration.
 
Das Betreue Einzelwohnen hat als Ziel die Integration und die Teilhabe von psychisch kranken Migrantinnen und Migranten am Leben in der deutschen Gemeinschaft zu fördern, indem der Mensch in seinen eigenen Lebensumfeld beraten und betreut wird.

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