Ausstellung zur Caritas-Jahreskampagne „Zusammen sind wir Heimat“

München, 17. Mai 2017.

Roll-up mit Rachael und Elisabeth
Zwei Schülerinnen der Berufsfachschule für Altenpflege machen mit.
Motiv: DiCV

Beispiele gelingender Integration und Inklusion präsentierte der Diözesan-Caritasverband mit einem Ausstellungsprojekt zur diesjährigen Caritas-Jahreskampagne „Zusammen sind wir Heimat“. „Heimat bewahren und den Wert sogar mehren, geht nur, indem wir Heimat teilen, für Andere öffnen, lebendige Begegnung, echten Austausch und bereichernde Vielfalt pflegen“, sagte Caritas-Vorstand Georg Falterbaum bei der Präsentation der Ausstellung am Mittwoch, 17. Mai, im Caritas-Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe in München.

Politik muss Rahmenbedingungen für gute Integration schaffen

Die Caritas engagiere sich seit ihren Ursprüngen für Menschen, die ihre angestammte Heimat verlassen müssen und notgedrungen eine neue Heimat suchen müssen, so Falterbaum. Er bekräftigte die Forderungen der Caritas an die Politik, Rahmenbedingungen für eine gute Integration zu schaffen. Jungen Menschen müsse unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus eine Ausbildung ermöglicht werden und Asylsuchenden sollten die Chance eingeräumt wird, ihren Lebensunterhalt zumindest anteilig selbst zu verdienen. „Neben vielen professionellen Angeboten und Diensten braucht es aber vor allem die Bereitschaft von uns allen, sich ganz konkret auf Begegnung einzulassen“, sagte der Caritas-Vorstand.

Nahaufnahmen kultureller Vielfalt

Das Caritas-Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe sei ein Standort mit großer kultureller Vielfalt, erläuterte Matthias Hilzensauer, stellvertretender Geschäftsführer des Caritas-Instituts für Bildung und Entwicklung. Derzeit hätten etwa 65 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund, Tendenz steigend. Zwei Schülerinnen, eine aus Kenia und eine aus München, beteiligten sich an dem Projekt. „Sie stehen für die kulturelle Vielfalt und haben beim Thema Integration ihr Gesicht gezeigt. Dafür sagen wir herzlichen Dank“, sagte Hilzensauer.

Menschen im Kontext von Leben und Heimat

Im Fokus der neun Ausstellungselemente, die in den nächsten zwei Wochen im Caritas-Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe in München, Landwehrstraße 66, zu sehen sind, stehen jeweils zwei Menschen, die Unterstützung geben und erhalten oder bei aller Unterschiedlichkeit Gemeinschaft pflegen. Diese „Tandems“ werden in einem Umfeld gezeigt, das für sie Heimat und Leben ausdrückt. Die Motive zeigen zum Beispiel einen Auszubildenden in der Altenpflege, der aus dem Senegal kommt, zusammen mit seinem Altenheimleiter oder eine Schülerin aus dem Irak mit ihrem Nachhilfelehrer. Gängige Klischees werden durchbrochen, wenn eine Kita-Leiterin, deren Herkunftsland Eritrea ist, in ihrer Kita „Heimat schafft“ und eine Praktikantin aus München anleitet, oder ein junger Syrer im Job-Center in Bad Reichenhall Klienten hilft, damit sie ihre Leistungen erhalten. Szenen der Begegnung, des alltäglichen Lebens und gemeinsamer Aktivitäten hat der Fotograf Thomas Klinger festgehalten. Sie wurden mit Aussagen der Beteiligten zusammengefügt und von der Grafikerin Edigna Aubele grafisch gestaltet.
 
Onlineinhalte ergänzen Roll-up-Ausstellung

Die Ausstellungselemente werden ergänzt durch die Internetseite www.zusammen-in-oberbayern.de, auf der Geschichten und Bilder zu den jeweiligen „Tandems“ stehen, und kurze Videofilme, die auf YouTube zu finden sind. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und wird an verschiedenen Orten in Oberbayern zu sehen sein. (ua)



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