Positive Begegnungen

Stuhlkreis

Wie lässt sich Prävention möglichst realitätsnah und authentisch gestalten – ohne zu verharmlosen, ohne mit Ängsten zu spielen?
Von HIV betroffene Ehrenamtliche stellen sich zur Verfügung und begleiten die Mitarbeiter/innen der Beratungsstelle zu Veranstaltungen, vor allem in Schul- und Berufsschulklassen. Die Rückmeldungen fallen durchweg positiv aus. Die jungen Menschen sind beeindruckt von den Lebensgeschichten, aber auch vom Mut der Betroffenen, sich öffentlich mit der Infektion zu zeigen und sehr persönliche Fragen zu beantworten.

Die Ehrenamtlichen leisten einen unschätzbaren Beitrag in der Präventionsarbeit: Wir reden nicht mehr nur über eine Erkrankung, sondern HIV bekommt ein Gesicht. Der Mensch mit HIV fordert die Zuhörer heraus.
Plötzlich geht sie diese Erkrankung etwas an, plötzlich sind sie konfrontiert mit einem „ganz normalen Leben“ mit HIV jenseits der vielbemühten Randgruppen, hinter denen man sich verstecken kann. Das Betroffen-Sein anderer macht betroffen. Unsere Ehrenamtlichen zeigen sich, klären auf, um Neuinfektionen zu verhindern, kämpfen mit uns gegen Diskriminierung und werben damit gleichzeitig für mehr Solidarität mit Betroffenen.
Für dieses Engagement wurden sie 2009 mit dem Vinzenz-von-Paul-Preis und 2011 vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit ausgezeichnet.

Ansprechpartner:

Alexandra Maier
Alexandra.maier@caritasmuenchen.de


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