Sternenhimmel


Wenn ich an Orten bin, wo es nicht viel Licht gibt. Eher einsame Orte sind es. Dann schaue ich in der Nacht gerne in den Sternenhimmel. Einmal – ich erinnere mich gut – lagen wir im Urlaub in Italien einfach auf der Wiese und schauten des Nachts in den klaren, weiten Himmel mit unzähligen Sternen. Offene Weite, unendlicher Raum. Ich erinnerte mich, dass zu Zeiten, in denen es noch kein Radar gab, die Seefahrer auf den Meeren ihre Route mit Hilfe der Sternenbahnen berechneten. Sie mussten in den Himmel schauen, um ihren Weg auf Erden zu finden.

Das Schauen in die Tiefen des Universums hat eine Resonanz im Inneren der Seele. Wenn Sie dieses „In-die-Sterne-schauen“ kennen, wissen Sie, was ich meine.

Für mich ist der Brauch der Seefahrer und das Erleben des Sterneschauens ein wichtiges Bild für die Orientierung im Leben geworden.

Man muss schon manchmal in die Sterne schauen, das Unbegreifliche des Universums und seiner Seele erahnen, um seinen Weg im Alltag zu finden und sich dabei nicht zu verirren.

Wahrscheinlich haben die „Sterndeuter“ im Evangelium nach Matthäus nichts anderes getan. Sie haben das göttliche Kind gefunden. (Anton Maier)

Sternenhimmel

(Foto: Damien du Toit, Night sky  CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Dieses Bild stammt aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de)



Foto Toni Maier

Anton Maier
arbeitet als Seelsorger im Pater-Rupert-Mayer-Haus
und organisiert unteranderem Besinnungstage und spirituelle Inhalte
für die Mitarbeiter/-innen des Verbandes.