Forderungen zum Thema Armut

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Bezahlbarer Wohnraum
In vielen Städten und Landkreisen sind Wohnungen schon für „Normalverdiener“ kaum noch zu bezahlen – insbesondere nicht für Familien. Wir brauchen gesetzliche Regelungen zur Begrenzung der Mietsteigerungen und eine wohnungsbaupolitische Offensive zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums für Familien. Beispiele

Gerechte Löhne
Eine wachsende Zahl an Menschen arbeitet in schlecht abgesicherten und gering bezahlten Beschäftigungsverhältnissen. Dieser Trend muss durch die Tarifpartner, aber auch durch politische Rahmensetzungen umgekehrt werden. Löhne müssen leistungsgerecht sein und den Lebensunterhalt zuverlässig und umfassend sichern. Gerechte Löhne verhindern Armut und ermöglichen Teilhabe am wirtschaftlichen Leben. Und: Sie sind das beste Mittel, um spätere Altersarmut zu vermeiden. Beispiele



Bildung für alle von Anfang an
Wer Armut vermeiden will, muss in Bildung für alle investieren. Wir brauchen eine fachlich und menschlich hochwertige Kindertagesbetreuung, um allen Kindern frühzeitig echte Bildungschancen zu geben und die Familien in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen. Zugleich wird so den Eltern die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht. Beispiele


Zugang zur Arbeit
Menschen mit geringer Qualifikation oder anderen Leistungseinschränkungen finden kaum Zugang zur Erwerbsarbeit. Statt die vorhandenen Fähigkeiten ungenutzt zu lassen, brauchen wir eine gezielte Förderung, um den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern. Für bestimmte Gruppen brauchen wir aber auch eine dauerhafte und öffentlich finanzierte Beschäftigung, die für den Betroffenen sinnvoll und für die Gesellschaft nützlich ist. Beispiele


Bedarfsorientierte Sozialtransfers
Nicht wenige Menschen sind aufgrund ihres Alters und ihrer Lebenssituation auf Sozialtransfers angewiesen. Diese müssen so hoch sein, dass sie Armut wirksam verhindern und die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben ermöglichen. Daher muss sich die Berechnung der Regelsätze im Hartz-IV-Bereich, in der Absicherung von alten Menschen und insbesondere in der Kindergrundsicherung am realen Bedarf der Menschen orientieren. Ausgaben für Gesundheit, Bildung und kinder-spezifische Bedürfnisse müssen endlich voll abgedeckt sein! Beispiele


Soziale Dienste und öffentliche Güter
Finanziell benachteiligte Menschen sind in besonderer Weise auf handlungsfähige Kommunen, auf kostengünstige Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebote und nicht zuletzt auf gute und ausreichend finanzierte soziale Dienstleistungen durch freie Träger angewiesen. Wer hier investiert, vermeidet hohe soziale und ökonomische Folgekosten. Beispiele


„Um-Fair-Teilung“
Die Ungleichverteilung von Einkommen, Vermögen und Lebenschancen hat längst ein Ausmaß angenommen, das ungerecht ist und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet. Wir brauchen eine Steuerpolitik, die privaten Reichtum in die Pflicht nimmt. Nur so kann die Spaltung verhindert und eine Politik finanziert werden, die Armut vermeidet und Teilhabe ermöglicht. Beispiele


Neue Caritas Spezial zum Thema Armut