Transparenz und Würde in der Pflege

Über zwei Millionen Menschen nehmen in Deutschland bereits Leistungen in Anspruch, die Sache der Pflegeversicherung sind. In knapp 30 Jahren könnten es laut Experten schon dreieinhalb Millionen Männer und Frauen sein, die auf die Pflegeversicherung angewiesen sind – bei immer weniger Beitragszahlern, darauf lässt die demografische Entwicklung schließen. Aber trotz solcher Prognosen sind weder Schreckens-Kulissen angebracht, die das Wort „Pflege“ fast reflexartig in die Nähe von „Elend“ rücken, noch das Abschieben des unbequemen Themas in die ausschließliche Privat-Verantwortung jedes Einzelnen. Vielmehr sollte man das eine tun und das andere nicht lassen: also (wenn möglich) privat vernünftig vorsorgen und die Pflege von gesetzlicher und öffentlicher Seite reformieren. Transparenz bei Ansprüchen, Leistungen und Abrechnung ist dabei ebenso wichtig wie die Würde der Betroffenen und die Perspektive der (häufig auch pflegenden) Angehörigen. Sicher brauchen Reformen den Taschenrechner. Aber eben nicht nur. (Korbinian Morhart, Kommpakt-LH 02/12)


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