Es geht um Lebensqualität im Alter

Es geht um Lebensqualität im Alter Caritas-Altenheime setzen auf Transparenz. In ihren Altenheimen geht die Caritas neue Wege, um den Bewohnern ein Höchstmaß an Lebensqualität und Normalität in Bezug auf Wohnen zu ermöglichen. Die Pflege und Begleitung an den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner auszurichten, ist eine der Maximen in Caritas-Altenheimen. „Die Menschen, die wir pflegen, stehen im Mittelpunkt“, sagt die Geschäftsführerin Altenheime im Diözesan-Caritasverband, Doris Schneider. „Wir wollen die Lebensqualität erhalten und ihnen in Bezug auf Wohnen soviel Normalität wie möglich bieten.“

Immer wieder würden zusammen mit den Führungskräften Neuerungen entwickelt und umgesetzt. Zu den innovativen Projekten zählt zum Beispiel ein neues Pflegedokumentationssystem, das in diesem Jahr in allen Caritas- Altenheimen eingeführt wird. Es verringert den bürokratischen Aufwand für die Pflegekräfte und lässt ihnen mehr Zeit für die Bewohner. Die Dokumentation ist nicht in erster Linie auf externe Prüfbehörden ausgerichtet, sondern soll die Pflegekraft unterstützen. Transparenz in der Bewertung seiner Pflegeleistungen sei für die Caritas selbstverständlich, so Schneider. Alle Caritas-Altenheime veröffentlichten die Prüfberichte der Heimaufsicht und stimmten auch deren Offenlegung zu. Neue Wege geht die Caritas in ihren Altenheimen auch bei den Freiheitsentziehenden Maßnahmen. Mit viel Engagement werden im Pflegeteam nach individuellen, auf den Bewohner angepassten Alternativen gesucht. Im Altenheim St. Michael im Stadtteil Perlach etwa wurden Sensormatten eingeführt, die die Pflegekraft informieren, wenn ein Demenzkranker das Bett verlässt, und Niedrigflurbetten verhindern das Herausfallen. Pflegedienstleitung Antonia Michl weiß aus den neuesten
Erfahrungen, dass sich in der Kombination von technischen und pflegerischen Maßnahmen Freiheitsentziehende Maßnahmen nahezu immer vermeiden lassen. Die Begleitung der alten Menschen in der letzten Lebensphase ist das große Anliegen der Caritas und der Erzdiözes München und Freising. Gemeinsam wurde in den letzten beiden Jahren das Projekt „Hospiz- und Palliativkultur“ umgesetzt.

In zahlreichen Fortbildungsangeboten reflektierten die Mitarbeiter den Umgang mit Sterben und Tod, entwickelten neue Formen von christlichen Ritualen und schufen eine Offenheit für die Anliegen der Bewohner und ihrer Angehörigen. Für Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger geht es um die Würde des Menschen im Sterben. „Unsere Häuser müssen Orte christlicher Hoffnung sein.“ (Adelheid Utters-Adam, Kommpakt-LH 02/12)


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