Forderungen der Sucht- und Wohnungslosenhilfe

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Bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen
Gerade in Oberbayern ist Wohnraum für viele arbeitende Menschen vor allem in den Ballungsgebieten zu knapp und zu teuer. Kommen aber zu den allgemeinen finanziellen Belastungen noch spezifische Probleme wie Arbeitslosigkeit, Suchtverhalten, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Straffälligkeit dazu, wird der Verbleib in der eigenen Wohnung zu einem unbezahlbaren „Luxus“. Durch die vielfältigen Problemlagen wird es dann fast unmöglich aus eigener Kraft Wohnraum zu finden, zu finanzieren und zu behalten. Hier muss ein besseres (vor allem präventives) Unterstützungssystem in allen Gemeinden und Städten eingerichtet werden.

Übergangsmanagement
Im Justizvollzug wird propagiert, dass die Entlassvorbereitung mit dem ersten Tag der Haft beginnt. Die Realität sieht aber leider so aus, dass viele Betroffene aus der Haft entlassen werden, ohne dass sie eine finanzielle Basis besitzen, ohne Wohnraum und ohne Perspektive. Dadurch ist die Rückfallquote nach der Entlassung aus dem Strafvollzug enorm hoch. Deswegen muss ein fachlich fundiertes Übergangsmanagement ausgebaut werden, dass den betroffenen Menschen schon während der Haftzeit hilft, ihre Angelegenheiten zu regeln und mit einer sinnvollen Lebensperspektive ihr Leben in Freiheit eigenverantwortlich zu gestalten.

Anpassung des Rehabilitationsbudgets
Seit 1997 ist das Rehabilitationsbudget gedeckelt und wird jedes Jahr nur um die Grundlohnsummensteigerung aller Erwerbstätigen erhöht. Damit werden die Budgets für die Reha-Leistungen nicht nur seit 2009 komplett ausgeschöpft, sondern zunehmend wird auch eine Einsparpolitik der Rentenversicherungsträger beobachtet. Um eine sinnvolle Finanzierung der Erbringer der Rehabilitation und eine der steigenden Anzahl älterer und rehabilitationsbedürftiger Arbeitnehmer angemessenen Budgetausstattung der Rentenversicherungsträger zu gewährleisten, muss die Deckelung des Rehabilitationsbudgets aufgehoben werden.