Aufenthaltsrecht für Flüchlinge

„Die politische Gestaltung von Einwanderung in Deutschland ist lange Zeit versäumt worden“, sagte Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth bei der Diskussionsveranstaltung der Caritas Akademie der Nationen und der Akade mie für Politische Bildung Tutzing im Oktober in München. Die entscheidende Hilfe für Migranten sei nicht von der Politik, sondern von zivilgesellschaftlichen Gruppen ausgegangen. Die Diskussion hat deutlich gemacht, dass die Probleme mit Ausländerfeindlichkeit und Integra tion nur gemeinsam mit den eingewanderten Menschen gelöst werden können. Zwei Probleme brennen uns auf den Nägeln: Die kaum steuerbare Zuwanderung von Menschen aus Osteuropa und die steigende Zahl von Flüchtlingen aus den alten und neuen Krisenherden im Nahen und Mittleren Osten. Die Menschen aus Bulgarien und Rumänien, die oft unter erbärmlichen Umständen leben, suchen in München nicht mehr als eine Möglichkeit zu überleben. Dieser Tatsache müssen wir uns auch mit konkreten Hilfsmaßnahmen in den Herkunftsländern stellen. Sonst erleben wir in unserer Stadt ungekannte Verwerfungen. Die Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan verdienen unseren Schutz und eine menschenwürdige Aufnahme, sonst nehmen wir weder unseren Auftrag als Christen noch die Menschenrechtskonvention der UN ernst. (Norbert J. Huber, Geschäftsführer, Caritas-Zentren München Stadt/Land, Kommpakt-LH 04/12)


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