Integration in den Arbeitsmarkt

Caritas setzt auf mehr Beratung

Der Landkreis München hat zwölf Prozent Ausländeranteil aus 160 verschiedenen Ländern (52 Prozent aus EU-Staaten). Mit zehn Prozent ist der Arbeitslosenanteil von Migranten im Landkreis relativ hoch. Das hat eine aktuelle Bedarfserhebung der Caritas ergeben. Ein erhöhter Beratungsbedarf zeichnet sich für Schleißheim/Garching, Haar und Taufkirchen ab. Dort befinden sich laut Studie 40 Prozent der Migranten im sozialen Leistungsbezug, haben entsprechende Anträge gestellt und sind Bezieher bei Lebensmittelausgaben der Caritas. Zudem werden bereits 30 Prozent der Klienten ohne deutschen Pass bei erheblichen sprachlichen Schwierigkeiten beraten, berichtet Migrationsmitarbeiterin Friederike Hauck. Die Caritas empfiehlt als Konsequenz aus den alarmierenden Zahlen einen mobilen Migrationsdienst, mehr Qualifizierungs- und Integrationsangebote sowie einen runden Tisch und eine verstärkte Förderung der Selbsthilfe. Sozialpädagogin Kristina Alvir wird in Unterschleißheim zunächst einmal pro Woche zur Außensprechstunde kommen, eine Kollegin wird in Taufkirchen Migrationserstberatung leisten. „Mein Eindruck ist, dass die bisherigen Klienten sehr gut ausgebildet sind, aber kaum Deutsch sprechen. Wir unterstützen sie darin, die für sie passenden Angebote zu finden, um die Sprache zu erlernen“, so Alvir. Die neue Beratungsstelle wird von Bundesmitteln und einem Eigenanteil des Caritasverbands finanziert. (Marion Müller-Ranetsberger, Kommpakt-LK 02/11)


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