Caritas ist Kirche: Nah. Am Nächsten

Die Caritas der Kirche ist die Antwort auf das Gebot Jesu: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Die tätige Nächstenliebe als Wesenselement der Kirche ist der Auftrag jedes Christen wie auch der Kirche als Gemeinschaft. Caritas bezeichnet eine Grundhaltung gegenüber Menschen in Not. Wie im Gleichnis vom barmherzigen Samariter sind Christen aufgefordert, sich jedem Bedürftigen in Liebe und Achtung zu begegnen ohne Ansehen der Nation, des Status oder der Konfession.

Gemäß unserem Leitwort „Nah. Am Nächsten“ ist der erste Ort der Caritas die Pfarrgemeinde. In der Gemeindecaritas engagieren sich Frauen und Männer, um der Nächstenliebe ein Gesicht zu geben. Aufmerksam beobachten sie, wo Menschen in Not sind und organisieren Hilfe vor Ort. Vielfältige Aufgaben sind in Pfarreien nicht leistbar, wie zum Beispiel Altenheime, Einrichtungen der Behinderten- und Jugendhilfe oder Beratungsdienste.

Für diese Aufgaben wurden vor über hundert Jahren in Städten und Gemeinden Caritasverbände gegründet, die 1922 in den Diözesan-Caritasverband zusammenfasst wurden. Heute ist die Caritas mit über 350 Einrichtungen einer der großen Wohlfahrtsverbände in Oberbayern und gleichzeitig „ein Herzstück der Kirche“ (Kardinal Reinhard Marx).

Die Caritas versteht sich als Anwalt der Armen, Hilfebedürftigen und Ausgegrenzten. Sie will in der Gesellschaft denen eine Stimme geben, die keine Stimme haben. Mit dem Beispiel ihrer vielen ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will sie für Solidarität in der Gesellschaft sorgen.
Caritas bildet ein Netzwerk, das auf Pfarreiebene beginnt und sich in diözesanen, landes- und bundesweiten Strukturen organisiert. Weltweit ist die Caritas in 160 Ländern tätig. Solidarität mit anderen Völkern und Nationen zeigt sie vor allem in der internationalen Katastrophenhilfe.

Auf allen Ebenen besteht zwischen dem Caritasverband und dem Erzbistum eine enge Verbindung. Die Pfarreien und Dekanate arbeiten mit den Caritas-Zentren zusammen, Ehrenamtliche engagieren sich vielen Diensten und Einrichtungen. Zweimal im Jahr finden in den Pfarreien die Kirchenkollekten und Haussammlungen statt. Das Erzbistum finanziert aus Kirchensteuermitteln einen Teil der Ausgaben der Caritas. Der Erzbischof von München und Freising ernennt den Caritasdirektor und bestellt den Vorstand. Der Caritasrat überwacht die Erfüllung der Aufgaben des Verbands. Der/Die Vorsitzende wird ebenfalls vom Erzbischof ernannt.


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