Der Caritas-Ethikrat

Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising hat einen Ethikrat ins Leben gerufen. Initiator Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger: „Der Ethikrat soll Mitarbeitenden in unseren Einrichtungen für alte und behinderte Menschen und Seelsorgern Beratung und Hilfestellung in schwierigen Entscheidungslagen geben.“

Aufgaben und Ziele

In der Praxis auftauchende ethische Fragen werden aufgegriffen und beraten (Fallberatung). Arbeitshilfen werden entwickelt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Schließlich wird der Aufbau von Kompetenzen und Ressourcen für Ethikberatung bzw. ethische Fallbesprechungen in Einrichtungen und Diensten unterstützt.

Ziel ist die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Leitungsverantwortlichen und der Seelsorgerinnen und Seelsorger, die in der Begleitung, Betreuung und Versorgung in den Einrichtungen und Diensten der Alten- und Behindertenhilfe und in den Pfarrgemeinden tätig sind.


Gruppenbild der Mitglieder des Ethikrat Dezember 2014.

Mitglieder (auf dem Bild von links)
Der Caritas-Ethikrat besteht aus Praktikern unterschiedlicher Bereiche:


Prälat Hans Lindenberger
Diözesan-Caritasdirektor, Vorsitzender Caritas-Ethikrat
Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
 
Monika Pscheidl
Behindertenseelsorgerin
Franziskuswerk Schönbrunn

Priv. Doz. Dr. Marcus Schlemmer
Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie, Chefarzt
Onkologie und Palliativmedizin, Palliativstation Krankenhaus Barmherzige Brüder München
 
Dr. theol. Thomas Hagen
Theologe, Pastoralreferent, Hauptabteilungsleitung „Seelsorge in Lebensumständen und Lebenswelten“, Erzbischöfliches Ordinariat
 
Dr. theol. Marianne Habersetzer
Theologin, Pastoralreferentin, Hauptabteilungsleiterin „Generationen und Lebensalter“, Erzbischöfliches Ordinariat

Hans-Peter Kallin
Pflegefachkraft, med.-pfleg. Palliative Care Fachkraft
Zentrum für Ambulante Hospiz- und Palliativversorgung,
Caritas-Zentrum Taufkirchen

Dr. med. Jörg Augustin
Niedergelassener Hausarzt, Palliativmedizin mit besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung

Gerhard Deser
Erwachsenenpädagoge, Theologe, Bereichsleiter Wohnen
Katholisches Jugendsozialwerk München e.V., Haus Maria Linden, Vaterstetten

Friedrich Schwarz
Einrichtungsleitung Altenheim St. Nikolaus, München

Dr. rer. biol. hum. Sabine Petri
Juristin, MAS Palliative Care, Psychoonkologin (WPO)
Fachreferentin für Ethikberatung,
Erzdiözese München und Freising

Brigitte Hirsch
Gesundheits- und Krankenpflegerin, Palliative Care Fachkraft
Christophorus Hospiz Verein e.V. München

Sebastian Heller
Heilpädagoge/Sozialbetriebswirt
Fachreferent Hospiz und Palliative Care


Fachlicher Hintergrund

Ethische Fragestellungen stellen sich täglich, insbesondere wenn es um die Erfassung und Umsetzung des Willens der Betreuten geht. Häufige Themen sind z.B. Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, Krankenhauseinweisungen und Symptomkontrolle. Bei Krankheit, Behinderung und am Lebensende können sich Bedeutung und Dynamik verstärken. Oft geraten das Bemühen um die größtmögliche Autonomie für die Betreuten und die Selbstverpflichtung zur Fürsorge für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ein Spannungsfeld.

Der Caritasdirektor: „Der Ethikrat ist keine Erfindung der Caritas. Es gibt ihn in ähnlicher Form bereits an anderen Orten. Das Novum bei uns ist die Einbindung der Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Diese ist uns ein großes Anliegen - vor dem Hintergrund, dass die erste Nachkriegsgeneration von behinderten Menschen alt wird und sich in den Einrichtungen ähnliche Fragestellungen ergeben wie etwa in den Altenheimen.“



Ansprechpartnerin
Sabine Petri
Geschäftsführung Caritas-Ethikrat, Fachreferentin für Ethikberatung
Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
Sabine.Petri@caritasmuenchen.de



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