Erzähl-Cafe

Die Erzähl-Cafés bieten Mehrgenerationenhaus und Realschule gemeinsam an.
Ziel des Erzähl-Cafés ist es, für Menschen unterschiedlicher Generationen und Nationen Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches zu schaffen. Wir haben erkannt, dass es dafür wenig Gelegenheiten gibt. Doch wie sollen wir lernen miteinander umzugehen, wenn wir uns im Alltag gar nicht begegnen? Gerade junge Menschen brauchen Möglichkeiten, ihr Wissen auch anzuwenden und dies zu üben.
Ein großes Thema unserer Zeit - das friedliche Zusammenleben – wird hier nicht nur theoretisch behandelt, sondern auch praktisch angewendet, eingeübt und reflektiert.
 
Ein Beispiel dafür war das Erzähl-Café zum Thema Flucht und Vertreibung. Eingeladen waren Senioren die nach dem 2. Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben wurden, Menschen mit einem aktuellen Fluchthintergrund sowie Taufkirchner, die sich noch an die Zeit nach dem 2. Weltkrieg erinnern, als viele Flüchtlingen hierher kamen.
Die Schülerinnen und Schüler der Realschule bereiteten zusammen mit ihrer Religionslehrerin und Katharina Gaigl vom Caritas Mehrgenerationenhaus das Treffen vor. Jung und Alt, gleich welcher Herkunft, kamen aufgeteilt in kleinen gemischten Gruppen ins Gespräch über Fluchtursachen und – wege, über die Bedeutung von Heimat und über Auswirkungen der Flucht auf das weitere Leben. Es gab viel zu hören, zu erzählen und nachzufragen. Auch auf die Fragen, was den heutigen Senioren mit Fluchthintergrund damals geholfen hat, sich zu integrieren und was Menschen mit einem aktuellen Fluchthintergrund darüber von ihnen lernen können gab es Antworten: „Geht unter die Leute, engagiert Euch, seid fleißig und passt Euch an“, rieten sie den jetzigen Flüchtlingen. Diejenigen Gäste des Erzähl-Cafés, die aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, dem Kongo und Eritrea stammen, brachten ihre Dankbarkeit zum Ausdruck, hier sein zu können und sagten, wie wichtig es ihnen sei, dass hier in Deutschland keine Gesetzlosigkeit herrsche.
An Pinnwänden waren Landkarten angebracht um die Heimatländer und Fluchtwege zeigen zu können. Teilweise war die Verständigung in deutscher Sprache noch schwierig. Hier unterstützten zwei ehrenamtliche Laien-Dolmetscher bei den Gesprächen. An jedem Tisch moderierte ein Pate das Gespräch. Bewusst wurde den Teilnehmenden, wie wichtig es ist, darauf zu schauen, was uns Menschen verbindet und nicht nur, was uns trennt. Auch wenn die Situation der Flucht von damals nicht vergleichbar ist mit der heutigen Flucht, sind durchaus Parallelen erkannt und benannt worden.
 
Das Mehrgenerationenhaus und die Realschule setzen sich weiterhin dafür ein, die verschiedenen Generationen und Nationen miteinander in Kontakt zu bringen. Sie werden Möglichkeiten schaffen, wo Menschen aufeinander zugehen können und lernen, miteinander umzugehen.

Aktuelle Termine finden Sie hier.
 



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