Verabschiedung der letzten Ordenschwestern im Caritas-Altenheim St. Michael in Neuperlach.
München, 26. November 2018.

Liebevoller Dienst am Nächsten

Das Caritas-Altenheim St. Michael in München-Neuperlach, Lorenz-Hagen-Weg 10, hat am Sonntag, 25. November, die letzten Ordensschwestern verabschiedet, die dort noch im Dienst waren. Die feierliche Veranstaltung mit Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier und dem ehemaligen Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger begann mit einem Gottesdienst mit Stadtpfarrer Christian Penzkofer in der Hauskapelle. Doris Schneider, Geschäftsführerin Caritas-Altenheime und Michael Klotz, Altenheimleiter, lobten im Anschluss die Verdienste der kroatischen Franziskanerinnen, die am 1. Dezember in den Ruhestand gehen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Festgästen, Mitarbeitenden und Bewohnerinnen und Bewohnern, klang die Veranstaltung mit einem Klavierkonzert sowie Kaffee und Kuchen aus. 

Fast 40 Jahre liebevoller Dienst am Nächsten
„Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1980 bis zum heutigen Tag haben die Ordensschwestern das Leben im Altenheim und das Bild des Altenheims nach außen entscheidend geprägt“, würdigte Heimleiter Klotz die Arbeit und das seelsorgerische Wirken der Franziskanerinnen von der unbefleckten Empfängnis aus Sibenik, Kroatien. Elf von ihnen seien 1980 nach Perlach gekommen, um als examinierte Krankenschwestern in der Pflege zu arbeiten. „In der Anfangszeit des Altenheims haben die Schwestern auch Leitungsfunktionen im Haus übernommen. Sie besetzten die Stelle der Heimleitung, bis 1995 die Stelle der Pflegedienstleitung und noch lange darüber hinaus auch die Positionen der Wohnbereichsleitungen“, erzählte Klotz.

Palliative Versorgung inzwischen in der Hand von Fachkräften 
„Neben der Arbeit in der Pflege waren die Schwestern für die seelsorgerische Betreuung der Bewohner unersetzlich. Sie kümmerten sich um Krankensalbungen und waren Tag und Nacht ansprechbar, wenn seelsorgerischer Beistand benötigt wurde. Inzwischen gibt es in jedem Altenheim, so auch in St. Michael, ausgebildete Palliativ- Care Fachkräfte, die sich in der letzten Lebensphase intensiv um die Belange unserer Bewohner und deren Angehörige kümmern. Unterstützt werden sie dabei von der Seelsorgerin Sr. Elke, die halbtags im Caritas Altenheim St. Michael tätig ist, sowie vom Seelsorgeteam der Pfarrei St. Michael“, berichtete Klotz.

Rückkehr in das Kloster in Kroatien
Derzeit leben noch drei Franziskanerinnen in der Klausur im vierten Stock des Caritas- Altenheims. Noch bis zum Eintritt in die Rente am 1. Dezember 2018 arbeiten Sr. Zorica und Sr. Branka als Fachkräfte in der Pflege. Sr. Boženka  ist schon seit 2013 in Rente und hat als Mesnerin für die Kapelle im Altenheim die Ordensgemeinschaft komplettiert. Jetzt gehen die verbliebenen drei Schwestern zurück ins Mutterhaus, in das Kloster Majke Klare Žižić der Franziskanerinnen von der unbefleckten Empfängnis.

Individuelle Betreuung in St. Michael
Im Caritas Altenheim St. Michael wohnen derzeit 167 Bewohnerinnen und Bewohner in Doppel- und Einzelzimmern, die von 145 Mitarbeiter(inne)n aus den Bereichen Pflege, sozialer Begleitung, Hauswirtschaft, Haustechnik und Verwaltung kompetent und individuell betreut und begleitet werden.(mmr)