Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier (rechts außen) mit den Fürstenfeldbrucker Kolleginnen.
Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier (rechts außen) mit den Fürstenfeldbrucker Kolleginnen.
München, 6. Dezember 2018

Zentrum Asyl und Migration bündelt Hilfen


"Für den Caritasverband ist die Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund eine unserer wichtigsten Aufgaben“, äußerte Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier am Dienstag anlässlich der Einweihung des neuen Zentrums Asyl und Migration (ZAM) in Fürstenfeldbruck.

Feste Bürozeiten im ZAM
In den zentral gelegenen Räumen des ZAM werden räumliche, finanzielle und personelle Ressourcen unter einem Dach zusammengefasst: sichtbar, mitten im Geschehen und gut erreichbar. „Im Zentrum Asyl und Migration werden an einem Standort drei professionelle Beratungsangebote gebündelt“, betonte Fachdienstleiterin Asyl und Migration bei der Caritas Fürstenfeldbruck, Monika Grzesik. Zu festen Bürozeiten erhielten Geflüchtete und Zugewanderte im Landkreis Fürstenfeldbruck verlässlich eine fachlich hochwertige Asyl- oder Migrationsberatung und Ehrenamtskoordinatoren unterstützten Ehrenamtliche.
 
Integrationsaufgaben in Zusammenarbeit lösen
"Mit ihrem überkonfessionellen Bündnis legen Caritas und Diakonie Zeugnis ab, dass es gerade bei schwierigen, herausfordernden Aufgaben besser ist, zusammen nach dem Motto der neuen Einrichtung "ZAM" zu arbeiten,“ erklärte die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler. Kreisgeschäftsführerin Birgit Weiß dankte ihrem Team „von Herzen dafür, dass Sie gemeinsam so nachhaltig, sich auch gegenseitig stützend – miteinander arbeiten.“ Sie lobte das „gute Zusammenspiel der verschiedenen handelnden Seiten“ und ermutigte dazu, für die noch anstehenden Integrationsaufgaben weiterhin gut zu kooperieren.
 
Caritas und Diakonie
Im Landkreis Fürstenfeldbruck beraten insgesamt 22 Mitarbeitende der Caritas in Voll- und Teilzeit und zwei Mitarbeitende der Diakonie Asylbewerber/innen und Migranten/ Migrantinnen. Diese sind mit regelmäßigen Außensprechstunden in den Gemeinschafts-unterkünften in Puchheim (Diakonie) und Eichenau, Gröbenzell, Olching, Mammendorf und Maisach (alle Caritas) präsent. Sechs Caritas-Mitarbeitende sind in der Dependance des Ankerzentrums Manching im Fliegerhorst tätig, zwei weitere betreuen dort die Kinder. Eine Fachdienstleitung, drei Ehrenamtskoordinatoren und eine Verwaltungskraft unterstützen das Team. Im ZAM beraten neun Mitarbeiter/innen der Caritas und zwei der Diakonie. Insgesamt bietet der Fachdienst Asyl und Migration Flüchtlings- und Integrationsberatung für etwa 1.000 Geflüchtete im Fliegerhorst und 1.700 in den dezentralen Unterkünften, sowie 9.000 bis 10.000 in den Landkreis Zugewanderte an. Finanziert wird der Dienst nach der Beratungs- und Integrationsrichtlinie (BIR) mit Mitteln des Landes Bayern, durch Mittel des Landkreises und durch das Erzbischöfliche Ordinariat. Weitere 16 Wochenstunden Migrationsberatung werden vom Bund gefördert. (md)
 
Ansprechpartnerin: Monika Grzesik, Fachdienstleiterin Asyl und Migration, Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck, Telefon 081413063012.