Kinder aus Suchtfamilien sollen nicht vergessen werden. Das ist das Credo der Aktionswoche 2019.
Kinder aus Suchtfamilien sollen nicht vergessen werden. Das ist das Credo der Aktionswoche 2019.
München, 07. Februar 2019.

„Vergessenen Kindern eine Stimme geben“

Fast jedes sechste Kind lebt in Deutschland in einer Familie mit mindestens einem suchtkranken Elternteil. Darauf weist die Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien NACOA Deutschland hin. Bei diesen Kindern besteht ein erhöhtes Risiko, später selbst an einer Sucht zu erkranken. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, findet vom 10. bis 16. Februar 2019 bundesweit die zehnte Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien statt, die unter dem Motto „Vergessenen Kindern eine Stimme geben“. Auch der Diözesan-Caritasverband München und Freising beteiligt sich mit einer Veranstaltung an der Aktionswoche.
 
Filmabend, Diskussion und Austausch

Dazu zeigt der Caritas-Therapieverbund Sucht am 14. Februar 2019, um 18 Uhr, in der Münchner Arnulfstraße 83, den Spielfilm „Zoey“, der den Zuschauern Einblick in das Leben der 14-jährigen Zoey und ihrem alkoholkranken Vater gibt. „Der Film zeigt deutlich, mit welchen Emotionen und Gedanken, aber auch schwierigen Situationen Kinder aus suchtbelasteten Familien konfrontiert sind“, fasst Marita Koraleweski, Sozialpädagogin im Therapieverbund Sucht, den Inhalt zusammen. Der Eintritt zum Filmabend ist kostenlos. Anschließend lädt das Team des Therapieverbunds Sucht Interessierte, Betroffene und Fachkräfte zum lockeren Austausch über den Film ein. Für Fragen rund ums Thema stehen Marita Koralewski und Bernd Jackel seitens der Caritas als Suchtexperten zur Verfügung.

Kinder mit suchtkranken Eltern müssen gestärkt werden

Der Caritas-Therapieverbund Sucht München arbeitet mit suchtkranken Menschen und deren Angehörigen. Da die Bedürfnisse von Kindern aus suchtbelasteten Familien oftmals nicht durch die Eltern ausreichend befriedigt werden können, ist es besonders wichtig, dass auch Schulen und Kindergärten für das Thema Abhängigkeit sensibilisiert werden. „Kinder aus Suchtfamilien erhalten eine Zukunft, wenn sie im Umgang mit der Erkrankung von Mutter oder Vater gestärkt werden“, so Koralewski.
 
Weitere Informationen zum Therapieverbund Sucht finden Sie unter www.staerker-als-sucht.de. (kpf/var)