Caritasdirektor Falterbaum mit Bürgermeisterin Strobl bei der Jahreskampagne 2018.
München, 5. März 2019.

Was tun gegen Wohnungsnot?

Der Mietwohnungsmarkt der Landeshauptstadt München reicht mittlerweile von Augsburg bis Rosenheim sowie von Ingolstadt bis fast nach Garmisch- Partenkirchen. Dabei repräsentiert er faktisch die Krise am Wohnungsmarkt in den Ballungsräumen und strukturstarken Regionen der Bundesrepublik Deutschland. Expertinnen und Experten zu Folge ist sie – vor allem vor dem Hintergrund der dramatisch steigenden Zahlen wohnungsloser Menschen – die größte Krise ihrer Art seit 1949. Trotz herausragender wirtschaftlicher Kennzahlen in Bayern und im speziellen in Oberbayern ist sie damit auch Ausdruck von steigender relativer (Einkommens-) Armut. Um die Entwicklung in der Planungsregion 17 in den Blick zu nehmen, veranstaltet der Arbeitskreis Wohnen+ am 12. März 2019 die Fachveranstaltung „Leistbaren Wohnraum schaffen“.

Wo ist die Politik gefordert?
Die soziale Wohnraumfrage ist mittlerweile auf der Landes- sowie Bundesebene angekommen. Vor kurzem hat etwa die Bayerische Landesregierung eine Wohnbaugesellschaft gegründet, um in diesem Bereich aktiv zu werden. Doch reichen diese ersten politischen Entscheidungen und die präferierten Instrumente und Rezepte aus, um die unterschiedlichen Herausforderungen im leistbaren Wohnbausegment in ländlichen sowie städtischen Kontexten zu lösen?

Welche neuen Strategien braucht es?

Wie müssen politisch verantwortliche Strategien zur Schaffung von leistbarem Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten aussehen, um eine der zentralsten Fragestellungen unserer Zeit beantworten zu können? Und vor allem: Wie muss eine verantwortungsvolle Politik gestaltet werden, welche einerseits die Bekämpfung explodierender Preise für Bauland durch Spekulationsgeschäfte in städtischen Kontexten sowie andererseits die Aktivierung von Bauland in kleinsten Gemeinden im ländlichen Raum gleichermaßen in den Blick nimmt?

Vorschläge aus dem Netzwerk
Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen findet am 12. März 2019 von 9.00 bis 14.00 Uhr die Fachveranstaltung „Leistbaren Wohnraum schaffen“ des Arbeitskreises Wohnen+ im Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen, Professor-Max-Lange-Platz 1 in 83646 Bad Tölz, statt. Hierdurch soll in der Planungsregion 17 (Oberland) ein Beitrag dazu geleistet werden, die Diskussion auf die konkrete Situation vor Ort herunter zu brechen und einen Ansatz schaffen, wie eine differenzierte und die regionalen Gegebenheiten berücksichtigende Wohnraumpolitik gestaltet werden kann. Die Veranstaltung richtet sich dabei an kommunale, landes- sowie bundespolitische Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und der freien Wohlfahrtspflege sowie an alle Bauträger und (mögliche) Investoren.
 
Über den Arbeitskreis Wohnen+ 
Im Arbeitskreis Wohnen+ organisieren sich Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und der freien Wohlfahrtspflege und der Federführung der Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe München und Oberbayern, um die Themen langfristige Wohnperspektive sowie die Verbesserung der Strukturen der Wohnungsnotfallhilfe in der Planungsregion voran zu bringen.  

Über die Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe München und Oberbayern

Die Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe München und Oberbayern ist ein Zusammenschluss des Bezirks Oberbayern, der Landeshauptstadt München sowie der Verbände und Träger der freien Wohlfahrtspflege in Oberbayern, welche sich im Feld der Wohnungsnotfallhilfe engagieren. Unterstützt wird diese Arbeitsgemeinschaft im Sinne des § 4 SGB XII vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Sozialem. Ziel ist es, die Strukturen der Wohnungsnotfallhilfe in Oberbayern bedarfsgerecht und fachlich optimal zu gestalten.
 
 
Pressekontakt:
 
Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe München und Oberbayern
Jörn Scheuermann
Plattnerstraße 2 Rgb.
80543 München
Tel.: 0179/2402855
joern.scheuermann@wohnungslosenhilfe-muenchen.de