Die Caritas-Vorstände Georg Falterbaum und Gabriele Stark-Angermeier machen sich stark für Europa.
München, 9. Mai 2019.

Caritas ruft zur Wahl auf

Am heutigen Europatag appellierte der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising Georg Falterbaum an alle Wahlberechtigten, ihr demokratisches Recht zu nutzen und am 26. Mai zur Europawahl zu gehen. Der Urnengang 2019 stehe unter dem Zeichen eines Erstarkens rechtspopulistischer und EU-skeptischer Parteien in vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Für ein demokratisches und soziales Europa
„Nur wer wählt, hilft, extremistische und rassistische Tendenzen einzudämmen“, ist Falterbaum überzeugt und rief dazu auf, „gemeinsam für ein Europa mit menschlichem Antlitz“ zu kämpfen. „Wir wollen ein soziales und solidarisches, offenes, vielfältiges und inklusives Europa, ohne Rassismus und Hetze“, formulierte der Caritasdirektor die Leitlinien. Eine stärkere Präsenz nationalistischer und anti-europäischer Parteien könnte nicht nur die Arbeit des Europäischen Parlaments erheblich stören, sondern auch die Arbeit der Caritas als Solidaritätsstifter und Anwalt benachteiligter Menschen, warnte Falterbaum und forderte: „Gerade mit Blick auf Herausforderungen wie Migration und Integration oder die Digitalisierung in Arbeitswelt und Gesellschaft brauchen wir eine konstruktive und solidarische Politik.“

Caritas längst europäisch aufgestellt
Für die Caritas sei Europa wichtig und nah, „ob mit seiner bunten Vielfalt an auch grenzüberschreitenden Projekten oder als Arbeitgeber für Menschen unterschiedlicher Nationalitäten“, ergänzet der Diözesan-Caritasdirektor. „Hier sind wir längst europäisch aufgestellt.“

Barrierefreie Wahlen gefordert
Gleichzeitig forderte der größte Wohlfahrtsverband in Oberbayern, dass alle Wahlen künftig barrierefrei stattfinden können. „Wir freuen uns, dass nun das volle und uneingeschränkte Wahlrecht für alle deutschen Bürgerinnen und Bürger umgesetzt wurde, wenn auch sehr knapp vor dem EU-Wahltermin“, betonte Kathrin Klaffl, Geschäftsführerin der Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im DiCV. Damit sei der langjährigen Forderung, dass kein Mensch aufgrund seiner Beeinträchtigung vom Wahlrecht ausgeschlossen werden darf, Rechnung getragen worden.

Umsetzung für Menschen mit Behinderung noch kritisch
Etwa 1200 Klientinnen und Klienten der Werkstätten, Wohnheime, Beratungsstellen und Assistenzdienste des Diözesan-Caritasverbands könnten nun ihr Votum für das neue Europaparlament abgeben. „Jetzt bedarf es schnellstens erheblicher Anstrengungen, damit jeder Mensch mit Behinderung sein Wahlrecht auch tatsächlich ausüben kann. Leichte Sprache gehört ebenso dazu wie technische Barrierefreiheit und Assistenzsysteme“, unterstreicht Kathrin Klaffl. Vor allem Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung benötigten eine umfassende Unterstützung und Begleitung. (beb)
 
Mehr Infos unter www.caritas-nah-am-naechsten.de und #care4EU
 
BU: Die Caritas-Vorstände Georg Falterbaum und Gabriele Stark-Angermeier machen sich stark für Europa.
Foto: Caritas München