Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier (links), der hiesige Bürgermeister Werner Weindl (Mitte) und Landrat Josef Niedermaier (rechts) haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.
München, 24. Juli 2019.

Wichtige Weichenstellung für neues Altenheim in Lenggries

Im Geschäftsbereich Altenheime des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising soll es schon bald Zuwachs geben. Der Verband will künftig auch in Lenggries ein Seniorenheim betreiben. Einen entsprechenden Letter of Intent haben Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier, Bürgermeister Werner Weindl sowie Landrat Josef Niedermaier am Mittwoch in Lenggries unterzeichnet. Das bestehende Haus mit derzeit 55 Plätzen ist in die Jahre gekommen. Den notwendigen Ersatzneubau mit ca. 90 Plätzen, der 2023 fertig gestellt sein soll, wird die Gemeinde Lenggries mit Unterstützung des Landkreises realisieren. „Die Gemeinde beabsichtigt…, einen Mietvertrag mit der Caritas als künftigem Betreiber abzuschließen. Die Caritas beabsichtigt die Betriebsträgerschaft zu übernehmen…Der Landkreis ist mit dieser Vorgehensweise… einverstanden“, heißt es in der gemeinsamen Absichtserklärung.
 
Mensch steht im Mittelpunkt
Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier zeigte sich erfreut, dass die Caritas als Trägerin des neuen Heimes ausgewählt wurde. „Wir haben als Caritas eine Menge Erfahrung in der Altenpflege und im Betrieb von Altenheimen. Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt der Versorgung, und zwar konsequent.“ Außerdem sei der Diözesan-Caritasverband vor Ort stark in der ambulanten Pflege engagiert. „Da lassen sich sicher Synergieeffekte nutzen“, unterstrich Stark-Angermeier und kündigte den rund 60 Mitarbeitenden des Kreispflegeheims schon jetzt „ein herzliches Willkommen bei der Caritas“ an.
 
Erklärung als Zukunftssignal
Dass der Diözesan-Caritasverband die Mitarbeitenden übernehme, ist auch Werner Weindl, Bürgermeister der Gemeinde Lenggries, sehr wichtig. Er bezeichnete die Absichtserklärung als Signal für die Zukunft und findet es „hervorragend, dass wir die Caritas als seriösen und kompetenten Partner gewinnen konnten“. Von den Bürgern und Mitarbeitern würde die Caritas als neue Betreiberin durchweg positiv aufgenommen „weil bei dem kirchlichen Wohlfahrtsträger nicht der Profit an erster Stelle steht“.

Einigung erzielt
Für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sagte Landrat Josef Niedermaier: „Die Zukunft des Kreispflegeheims Lenggries war zwischen Gemeinde und Landkreis ein kontrovers diskutiertes Thema. Aber es konnte nach einer gewissen Zeit und nach intensiver Diskussion ein gemeinsamer Weg gefunden werden.“  
 
Ist-Stand: Pflegeheim ist zu klein
Das bisher von der Kreisklinik Wolfratshausen betriebene Kreispflegeheim entspricht nicht mehr den baulichen Anforderungen der AVPfleWoqG (Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes). Sowohl die Gemeinde Lenggries als auch der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gehen von einem künftigen Bedarf von 80 bis 100 Plätzen aus. (beb)