Caritas-Kindergartenkinder drehen einen Stop-Motion-Film.
Caritas-Kindergartenkinder drehen einen Stop-Motion-Film.
München, 8. Oktober 2019.

Caritas setzt auf digitale Bildung in Kitas

Wie heißt der Käfer, der in unserem Garten krabbelt? Wie kann man Papier falten, damit schöne Dinge entstehen? Wie funktioniert eigentlich Gebärdensprache? Die Kinder im Caritas-Integrationskindergarten St. Josef in München-Schwabing zeigten Diözesan-Caritasdirektor Georg Falterbaum auf dem Tablet, wo und wie man online Antworten auf diese Fragen bekommt. 

Digitale Bildung von Anfang an
„Digitale Kompetenzen und digitale Teilhabe müssen früh erworben werden, ebenso wie ein sinnvoller und vernünftiger Umgang mit den modernen Medien“, betonte Caritasdirektor Georg Falterbaum am Dienstag, 8. Oktober, in der Caritas-Kindertageseinrichtung. Daher laute das Credo des Diözesan-Caritasverbands: Digitale Bildung von Anfang an, wie es auch die UN-Kinderrechtskonvention verlangt. „Wir nehmen unseren Medienbildungsauftrag ernst und setzen bereits in 12 Kitas neben analogen Medien auch stark auf Medienpädagogik und Tablets“, sagte Falterbaum anlässlich der Caritas-Jahreskampagne 2019 „Sozial braucht digi-tal“.

Altersgemäßes spielerisches Experimentieren
„Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich in eine Welt mit digitalen Medien hinein. Die neuen Techniken sind längst Teil ihres Familienalltags und halten Einzug in die Kinderzimmer. Das macht es schon für Kindergartenkinder leicht, die Tools selbstständig zu erkunden und mit ihnen spielerisch zu experimentieren“, erklärte Falterbaum. Was allerdings oftmals fehle, sei eine altersgemäße Medienkompetenz und ein kindgerechter, nicht konsumorientierter Umgang mit den digitalen Medien. Hier könne die Kita pädagogisch wertvoll ansetzen, wofür bestimmte Fachkräfte auch gezielt geschult seien.

Pädagogische Betreuung ist wichtig
„Spezielle Apps fördern die Kreativität, erleichtern das Erkunden der Natur und helfen bei der Dokumentation der Ausflüge auf Plakaten“, erläuterte Umweltpädagogin Julia Fritzemeyer. Sie präsentierte mit den Kindern, wie sich die analoge Welt kindgerecht mit der digitalen Welt verbinden lässt. „Eines ergänzt das andere. Nichts wird verteufelt“, so Fritzemeyer, die auch ein mit den Kindern erstelltes kleines Video sowie Foto-Collagen zeigte. In der Kita solle ein altersgerechter, aktiver und interaktiver Umgang mit den mobilen Medien praktiziert und er-lernt werden, unterstrich die Leiterin des integrativen Kindergartens Julia Staufer: „Wichtig ist, dass die Kinder pädagogisch betreut und nie überfordert werden. Und natürlich gibt es kein Herumdaddeln ohne Aufsicht.“ (mmr)