Caritas-Fachnachmittag "Können wir Inklusion noch besser machen?"
München, 27. Januar 2020.

Können wir Inklusion noch besser machen?

Der Diözesan-Caritasverband hatte am Donnerstag, 23. Januar, zu einem Fachnachmittag zum Thema „Können wir Inklusion noch besser machen“ eingeladen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand auch eine noch stärke Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsbereichen „Caritas-Kindertageseinrichtungen“ und „Teilhabe und Inklusion“, um Inklusion noch mehr voranzutreiben. Die Geschäftsführerin des Bereichs „Teilhabe und Inklusion“ Kathrin Klaffl erklärte: „Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der in allen Lebensbereichen mehr Durchlässigkeit für alle Menschen herrscht und weniger Ausschlusskriterien vorhanden sind.“ Marion Hahn von der Geschäftsführung Caritas München erwiderte: „Das ist auch die Vision, die ich von Inklusion habe. Für mich ergibt sich daraus auch der Auftrag für unsere Kitas und Integrations-Kitas, sich für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf noch mehr zu öffnen.“

Fachgespräche und Workshops
Clemens Dannenbeck, Professor für Soziologie, Beauftragter für die Belange von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Krankheit sowie Beauftragter für Diversität an der Fachhochschule Landshut, referierte in seinem Impulsvortrag „(V)erfahrene Inklusion? Was uns die Praxis sagt“: „Inklusion und Leistung schließen sich nicht aus! Studien zeigen, dass nichtbehinderte Kinder gleich gut sind wie Schüler in Klassen ohne gemeinsamen Unterricht. In einigen Studien erreichen sie sogar bessere Leistungen als in nichtintegrativen Klassen.“ Sein Fazit lautete: „Es kann nicht um Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken oder Möglichkeiten und Grenzen von Inklusion gehen – sondern allein um die Anwendung der UN-Behindertenrechtskonvention.“