Bei der Kundgebung am 6. März ist die Caritas dabei!
Bei der Kundgebung am 6. März ist die Caritas dabei!
München, 3. März 2020.

„Wir sind für Vielfalt – gegen Hass & Hetze“

Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising unterstützt die große Kundgebung gegen rechten Terror der Organisation Bellevue di Monaco am Freitag, den 6. März 2020, am Max-Joseph-Platz in München. Die Veranstaltung „Just don’t do it“, auf der zahlreiche Rednerinnen und Redner, unter anderem auch Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften auftreten, deckt sich mit der Positionierung der Caritas für eine humane, offene und solidarische Gesellschaft. „Wir sind für Vielfalt und gegen Hass und Hetze“, betont Diözesan-Caritasdirektor Georg Falterbaum und ruft haupt- und ehrenamtlich Beschäftigte, Klienten/-innen und Interessierte auf, an der Kundgebung teilzunehmen. „Alltagsrassismus ist ein verbreitetes Übel, das wir nicht hinnehmen dürfen. Wir müssen Tabubrechern entschieden entgegentreten, ob am Arbeitsplatz, im Stadion oder auch im Bekanntenkreis“, so Falterbaum und verlangt eine Kultur des Hinschauens, wenn diskriminierende, rassistische und antisemitische Vorurteile verbreitet würden. 

Oberstes Gebot: Solidarität und Zusammenhalt 
Die Zunahme antidemokratischer Einstellungen habe gefährliche Folgen für Gesellschaft und Staat, warnt der Caritasdirektor. Verbale Gewalt könne der Einstieg in echte Gewalt sein. „Sprachliche Verrohung enthemmt die Menschen und führt zu einem aggressiven Klima“, stellt Falterbaum fest. Das könne man jeden Tag im Internet beobachten. „Die Menschenwürde werde verletzt und damit die Demokratie gefährdet“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands. Angriffe und Anfeindungen blieben leider nicht virtuell, wie die rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten der jüngeren Zeit gezeigt hätten. „Neun Menschen wurden erschossen, weil sie ,ausländisch‘ ausgesehen haben. Das ist unerträglich. Solche Anschläge gelten uns allen und unserer freien Gesellschaft“, unterstreicht Falterbaum. Solidarität und Zusammenhalt seien nun oberstes Gebot.

Caritas setzt auch mit der bundesweiten Kampagne 2020 ein Zeichen
Die aktuelle Jahreskampagne der Caritas „Sei gut, Mensch!“ beschäftige sich ebenfalls mit der Frage, wie wir miteinander umgingen und welche sprachlichen Tabus gebrochen würden. Dass das ursprünglich positiv konnotierte Wort „Gutmensch“ – 2015 Unwort des Jahres – heute eher dazu genutzt werde, Andersdenkende und Andershandelnde pauschal zu diffamieren, sei beschämend. Dagegen setze die Caritas ein Zeichen, indem sie den umstrittenen Begriff zum Label mache. „Wir als Sozialverband wollen die Deutungshoheit über positive Begriffe nicht Zynikern und Extremisten überlassen, die erst die Wörter und dann die helfenden Menschen verunglimpfen“, erläutert Falterbaum. „Nicht selten werden unsere Flüchtlingshelfer für die Unterstützung ihrer Schützlinge gemobbt, in der Nachbarschaft, von Bekannten, beim Einkaufen.“

Die Solidarität aller ist wichtig
Gesellschaft sei auf das solidarische Handeln eines Jeden angewiesen: „Ob ehrenamtliche Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker oder junge Erwachsene im Freiwilligendienst, ob fürsorgliche Nachbarn und Angehörige oder Menschen, die Berufe wie Pfleger, Sozialarbeiter oder Demenzbetreuer wählen und mit Begeisterung ausüben – alle diese Menschen handeln solidarisch“, bekräftigt Falterbaum und weiter: „Sie zeigen: Die Anderen sind mir nicht egal. Und sie übernehmen Verantwortung für ein gutes Miteinander.“ (beb)

Weitere Infos zur Kundgebung unter https://bellevuedimonaco.de/veranstaltung/just-dont-do-it.