Die aktuellen Informationen zum Thema Coronavirus gibt es hier und in den sozialen Netzwerken.
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München, 13. März 2020.

Präventive Schließungen und Einschränkungen

„Der Diözesan-Caritasverband schließt alle Schulen und Kindertageseinrichtungen bis nach den Osterferien und schränkt auch das Besuchsrecht in Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen ein,“ sagt Diözesan-Caritasdirektor Georg Falterbaum und folgt damit dem Aufruf der bayerischen Staatsregierung zur Solidarität und zum Schutz der Risikogruppen. Aufgrund steigender Coronavirus-Fälle hat die Bayerische Staatsregierung am heutigen Freitag beschlossen, ab Montag alle Schulen und Kindertageseinrichtungen in ganz Bayern bis zum 20. April 2020 zu schließen. „Der Caritasverband ist auch in der Krise verlässlicher Partner der Menschen und auch der Behörden“, betont Falterbaum. Der Freistaat Bayern hat seit heute Angehörigen weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen untersagt. Dabei handelt es sich um präventive Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. „Wir tun alles, damit sich die Infektion nicht weiter ausbreitet“, versichert Falterbaum. Bisher seien keine Coronavirus-Erkrankungen in den Altenheimen aufgetreten und das solle möglichst auch so bleiben. Zudem plane die Caritas mit dem zuständigen Landkreis, wie die Betreuung der Kinder des sogenannten systemkritischen Personenkreises sichergestellt werde, also derjenigen Fachkräfte, die zum Beispiel in der Pflege, im Krankenhaus, bei Polizei oder Feuerwehr dringend gebraucht werden. 

Besuche einschränken
„Wir bitten die Angehörigen um Verständnis, dass zum Schutz der älteren Menschen bis auf Weiteres Besuche, die nicht unbedingt notwendig sind, vermieden werden sollen,“ wirbt die Geschäftsführerin der Caritas-Altenheime Doris Schneider. Die Bewohner in den Caritas-Altenheimen würden weiter betreut und wo nötig ärztlich versorgt. „Unter bestimmten Bedingungen werden wir Besuche bei sterbenden oder demenziell erkrankten Menschen zulassen“, erklärt Schneider, „denn diese Menschen sind auf den Kontakt zu ihren Angehörigen angewiesen“. Besucher/-innen dürften jedoch keinerlei Kontakt mit Infizierten gehabt haben, nicht aus Risikogebieten kommen und müssten sich an die Hygieneregeln halten. Jedes Altenheim habe in den öffentlichen Bereichen, wie zum Beispiel im Eingangsbereich, Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Mitarbeiter/-innen informierten die Besucher/-innen über die wichtigsten Hygienemaßnahmen und kontrollierten die korrekte und sorgfältige Händedesinfektion. Bei notwendigen Besuchen gilt ein Mindestabstand von zwei Metern zum Personal, der direkte Kontakt soll möglichst vermieden werden. Bei grippeähnlichen Symptomen sei von einem Besuch abzusehen. 

Präventive Absagen / Behinderte und pflegebedürftige Menschen werden versorgt
In allen Caritas-Altenheimen wird der Publikumsverkehr stark eingeschränkt: Geplante Veranstaltungen mit externen Gästen würden bis auf Weiteres vorsorglich abgesagt, Besprechungen auf ein Minimum reduziert und wenn möglich als Telefon- oder Videokonferenz organisiert. Zudem würden auch alle Kontaktflächen konsequent desinfiziert. Die Caritas-Altenheime halten sich in ihrem Notfallmanagement an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Ältere pflegebedürftige Menschen werden zuhause von den Sozialstationen und ambulanten Palliativdiensten medizinisch und pflegerisch versorgt. Sie können sich wie gewohnt auf den Hausbesuch verlassen.

Caritas als Träger

Die Caritas in München und Oberbayern ist Träger von insgesamt 350 Einrichtungen, darunter 64 Kindertageseinrichtungen, fünf berufliche Schulen, 26 Altenheime, 30 Pflegedienste, vier Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung und zahlreichen Beratungsstellen. Die aktuellen Informationen zu den präventiven Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden direkt hier online und über die sozialen Netzwerke aktuell gehalten. (md)

Update: 13. März 2020 / 16.20 Uhr:
Die Schließung umfasst auch unsere Förderschule und heilpädagogischen Tagesstätten. Unsere vier Caritas-Werkstätten öffnen kommenden Montag und Dienstag regulär. Nach einem Gespräch mit den Bezirk werden wir die Lage neu bewerten.