Erzieher/innen haben hervorragende Berufschancen.
München, 2. September 2020.

Caritas-Schulen gut ausgelastet

In den Schulen und Einrichtungen des Diözesan-Caritasverbands sind im neuen Schul- und Ausbildungsjahr 2020/2021 wieder weit über 1.000 Schülerinnen und Schüler im Einsatz. In eine Ausbildung zur Erzieherin, zum/zur Kinder- oder Heilerziehungspfleger/-in oder zur Pflegefachkraft starten Anfang September rund 350 Jugendliche und Erwachsene. „Wir freuen uns sehr über den regen Zulauf an unseren Caritas-Schulen und den Nachwuchs an sozialen Fachkräften. Gerade angesichts des immensen Fachkräftemangels in den erzieherischen und pflegerischen Berufen fokussieren wir uns auf eine profunde Ausbildung und die guten Berufsperspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten in unseren Einrichtungen“, betont Caritasdirektor Georg Falterbaum. 
 
Schulen gut gerüstet für digitalen Unterricht
„Unsere fünf Schulen sind gut ausgelastet und wir sind bestens aufgestellt für den Beginn der generalistischen Pflegeausbildung. Zudem haben wir die digitalen Lernplattformen ausgebaut, so dass wir gerade angesichts des Coronavirus für jede Art von Unterricht gerüstet sind“, erklärt Matthias Wölfel, Geschäftsführer des Caritas Instituts für Bildung und Entwicklung, dem auch die fünf Caritas-Schulen zugeordnet sind. „Viele unserer Schüler/-innen starten direkt in unseren Kindertageseinrichtungen, Caritas-Altenheimen oder in der ambulanten Pflege. Wir haben aber auch Schüler/-innen in unseren Caritas-Schulen, die bei anderen Trägern die Ausbildung absolvieren“, erläutert Wölfel. Bis jetzt sei überwiegend Präsenzunterricht an allen Schulen geplant. „Täglich kommen aber neue Informationen aus dem Gesundheitsministerium und der Regierung von Oberbayern, die wir einhalten müssen.“
 
Distanzunterricht auch ohne Corona möglich
„Wir haben 125 Schülerinnen und Schüler, davon 64 Anfänger“, sagt Christoph Horner, Leiter der Caritas Don Bosco Berufsfachschule für Kinderpflege in München-Haidhausen.  Neu sei, dass die Möglichkeit des Distanzunterrichts in die Bayerische Schulordnung unabhängig von Corona aufgenommen wurde. Eine sogenannte „BayernCloud“ sei im Rahmen des Digitalpaktes II angekündigt.

Ausbildung in den Erzieherberufen
An der Caritas Don Bosco Fachakademie für Sozialpädagogik in München-Haidhausen werden im Schuljahr 20/21 insgesamt 492 Studierende und Schüler/-innen ausgebildet. Davon beginnen 74 Schüler/-innen ihre Ausbildung im Sozialpädagogischen Seminar,  83 Studierende besuchen das erste Jahr der Regelausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/-in und 25 Studierende beginnen im ersten Ausbildungsjahr des Modellversuchs „OptiPrax (Erzieherausbildung mit optimierten Praxisphasen). „Wir freuen uns, dass unsere Ausbildungskapazitäten nach wie vor voll ausgelastet sind und wir damit unseren Beitrag zur Linderung des Personalmangels leisten können“, konstatiert Schulleiterin Gertrud Vernbro.
 
Beginn der generalistischen Pflegeausbildung
Andrea Pfeiffer, Leiterin der Berufsfachschule für Pflege an der Landwehrstraße in der Münchner City, berichtet: „Die einjährige Pflegefachhelferausbildung startet mit 32 Schülern. 30 Schüler/-innen beginnen bei uns die neue generalistische Pflegeausbildung, 30 sind bereits im zweiten und 21 im dritten Lehrjahr.“ Die Einteilung in die verschiedenen vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Einsatzbereiche wie Krankenhaus, Pädiatrie oder Psychiatrie sei derzeit für die Schulen noch sehr aufwändig. Zumal der Einsatzplan für jeden einzelnen Schüler für die kommenden drei Jahre von Anfang an stehen müsse.
Christian Maier, Leiter der Caritas-Berufsfachschule für Pflege in Altenhohenau im Landkreis Rosenheim, meldet 27 von insgesamt 71 Schüler/-innen, die am 8. September mit der neuen dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann beginnen. „Die Azubis erlernen hier die Pflege von Menschen aller Altersgruppen. Mit dem Abschluss können sie dann in allen Pflegebereichen arbeiten“, erläutert Maier.

Arbeit mit Menschen mit Behinderung

Die Caritas-Fachschule für Heilerziehungspflege in Altenhohenau besuchen heuer 120 Schülerinnen und Schüler im ersten Schuljahr, davon 30 in der einjährigen Ausbildung Heilerziehungspflegehilfe und 90 in der dreijährigen Ausbildung in der Heilerziehungspflege. 176 Schülerinnen und Schüler verteilen sich auf das zweite und dritte Ausbildungsjahr. Schulleiterin Bernadette Gaßner bestätigt einen weiterhin sensiblen und umsichtigen Umgang mit den Corona-Hygieneregeln. „Wir planen eine Kombination aus Präsenz- und Distanzunterricht.“ Durch die bessere technische Ausstattung in den Klassenräumen falle die digitale Bildung auch wesentlich leichter. (mmr)
 
Mehr Informationen https://institut.caritas-nah-am-naechsten.de/standorte