Spatenstich mit Corona Maske in Prien.
München/Rosenheim/Prien, 6. Oktober 2020.

Neues Caritas-Zentrum für Prien

Der Diözesan-Caritasverband hat gemeinsam mit Gästen aus Politik, Kirche und Wirtschaft den Spatenstich für das neue Caritas-Zentrum in Prien an der Beilhackstraße 15 begangen. Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier hob dabei die besondere Bedeutung der künftigen zentralen Anlaufstelle für soziale Dienstleistungen hervor.

Caritas an einem Standort
„Mitarbeitende und Klienten werden davon profitieren, dass wir in naher Zukunft alle Beratungsleistungen unter einem Dach anbieten können. Im Markt Prien gibt es derzeit mehrere Einrichtungen des Diözesanverbands, die dringend neue Räumlichkeiten benötigen“, so Stark-Angermeier. Daher sei der Neubau eine gute Gelegenheit, die Dienste an einem Ort zu bündeln. Hinzu käme, dass die Gemeinde den Bahnhofsplatz gerne einer anderen Nutzung zuführen möchte. „Besonders herzlich begrüßen wir die integrative Spielgruppe für Kinder des Sozialdienstes der katholischen Frauen, die nach Fertigstellung des Gebäudes aus dem Pfarrheim in die Beilhackstraße ziehen wird“, sagte Stark-Angermeier in ihrem Grußwort.

Glückwünsche vom Bürgermeister
Der dritte Priener Bürgermeister Martin Aufenanger wünschte der Caritas „viel Glück und Erfolg beim sportlichen Ziel im Sommer 2022 die neuen Räume zu beziehen“. Er wäre froh, wenn es sich nicht nur um einen Spatenstich handeln würde, sondern das neue Gebäude bereits bezogen werden könnte.
 
Caritas Frühförderstelle vorübergehend in Rimsting
Die Außenstelle der Caritas Interdisziplinären Frühförderstelle Rosenheim, die bis zum Sommer ihre Förderangebote an dem Standort in Prien erbracht hat, ist für das Bauprojekt bereits in Büro- und Therapieräume nach Rimsting umgezogen. Nach der Fertigstellung des neuen Gebäudes wird die Außenstelle wieder an ihren bekannten Standort zurück kehren und in neuen Räumen pädagogische und therapeutische Maßnahmen erbringen. „Nachdem die Geburtenrate im Landkreis Rosenheim immer stärker angestiegen ist, haben wir 1995 in Prien eine Außenstelle der Rosenheimer Frühförderstelle eingerichtet“, erläutert Sebastian Schröder, stellv. Geschäftsführer des Caritasbereichs „Inklusion und Teilhabe“.  Das sei möglich geworden, als der Diözesan-Caritasverband das Haus mit Grundstück an der Beilhackstraße geerbt hat. In den letzten Jahren seien im Jahr bis zu 90 von einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung bedrohte oder behinderte Kinder mit ihren Familien in Prien betreut worden.  „Wir freuen uns, dass das Grundstück bald noch umfassender für caritative Zwecke im Sinne der Erblasser genutzt wird und darauf, unser Angebot der Frühförderung für die Familien am Standort Prien auszubauen, denn der Bedarf wächst stetig“, so Schröder.
 
Bauprojekt soll im Sommer 2022 beendet sein
„Alle erforderlichen internen Genehmigungen liegen vor, der Bauantrag ist bewilligt, die notwendigen Ausschreibungen sind erfolgt und die ersten Bauaufträge können vergeben werden. Mit einem symbolischen Spatenstich werden wir nun die erste Bauphase symbolisch eröffnen“, freute sich Caritas-Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann. Wenn alles planmäßig laufe, rechne er mit einer Fertigstellung des Bauprojekts im Sommer 2022. „Die Zusammenführung aller Beratungsangebote in Prien an einem Standort verschafft uns organisatorische Entlastung. Zudem erleichtert sie unseren Klienten/-innen und Besucher/-innen die Nutzung“, erklärt Lehmann. Das Grundstück an der Beilhackstraße mit einem Einfamilienhaus, das die Caritas 1995 geerbt habe, sei sowohl von der Größe als auch wegen der zentrumsnahen Lage als Standort eines neuen Caritas-Zentrums ideal geeignet. Bislang seien die Caritas-Angebote auf mehrere angemietete Standorte verteilt gewesen, wo der Platz vielfach nicht mehr ausgereicht habe. „Seit fünf Jahren sind wir am planen und so lange hat es auch gedauert, bis alle Hürden genommen waren“, berichtete Lehmann.
 
Soziale Dienstleistungen für jung und alt
In der Beilhackstraße 15 werden nach Fertigstellung folgende sozialen Dienstleistungen gebündelt: ein Caritas-Zentrum Prien mit Gemeindecaritas und bürgerschaftlichem Engagement sowie Ämterlotsen, Soziale Beratung, Schuldnerberatung mit Insolvenzberatung, eine Fachstelle für pflegende Angehörige mit den Angebotsbereichen Beratung pflegender Angehöriger, Entlastung von pflegenden Angehörigen durch Pflegepartner sowie Gewinnung, Schulung und Begleitung der ehrenamtlich tätigen Pflegepartner, Sozialpsychiatrischer Dienst mit Beratung, Gerontopsychiatrischen Angeboten und Betreutem Einzelwohnen, Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (Erziehungsberatung), Chiemseer Tafel, Tafelbetrieb mit Gewinnung, Begleitung und Anleitung der Ehrenamtlichen im Tafeleinsatz, Interdisziplinäre Frühförderstelle, Integrative Spielgruppe für Kinder von ein bis drei Jahren (Sozialdienst katholischer Frauen - SkF) inklusive der dafür notwendigen Außenflächen sowie drei Einheiten Sozialer Wohnungsbau. Die notwendigen Stellplätze werden oberirdisch realisiert.(mmr)
 
BU: Gemeinsamer Spatenstich mit Corona-Mundschutz: Esther Friedrich von der Caritas -Frühförderstelle, der dritte Bürgermeister Martin Aufenanger, Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier, Caritas-Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann, Hans Jahn vom Architekturbüro Jahn sowie Caritasdirektor Georg Falterbaum. (v.links)
Foto: Caritas Rosenheim/Sascha Schnuerch