Beim Essen vorbereiten haben alle viel Spaß.
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München, 4. Februar 2021

Wohngruppen mit Flair

22 Menschen mit Behinderungen finden neues Zuhause
Umzug in Dachau und ins Umland

Zwei Wohngruppen für insgesamt 22 Menschen mit unterschiedlichen geistigen Behinderungen haben im Caritas-Zentrum Dachau und in Vierkirchen ein neues Zuhause gefunden. „Es ist ein Glücksfall, dass wir bei dem angespannten Wohnungsmarkt in Dachau ein Haus für 13 Menschen mit Behinderungen in Vierkirchen gefunden haben“, freut sich Caritas-Vorstandsmitglied Thomas Schwarz. Die ehemalige Pension biete ideale Voraussetzungen und sei entsprechend der Bedürfnisse der künftigen Bewohner/-innen umgebaut worden.
 
Umzugsrochade aus dem Altenheim in die Landsbergerstraße und nach Vierkirchen
„Das neue Haus in Vierkirchen mit Zimmern für Singles und Paare, Gemeinschaftsräumen und einem großen Garten hat unglaublichen Charme“, erklärt Einrichtungsleiter Patrick Atzler. In einem ersten Schritt seien deshalb 13 Menschen mit Behinderung bereits Anfang Dezember von ihrer bisherigen Wohngruppe in der Dachauer Landsbergerstraße in das Anwesen in Vierkirchen gezogen. Neun Menschen mit Behinderung, darunter eine Rollstuhlfahrerin, tauschten Anfang Februar ihr bisheriges Zuhause im Altenheim Marienstift mit dem barrierefreien Erdgeschoss im Caritas-Zentrum Dachau in der Landsbergerstraße.
 
Trainingsplatz ins selbstständige Wohnen
„Die Bewohner/-innen genießen nach der anfänglichen Enttäuschung über den Ortswechsel mittlerweile die wohnliche Atmosphäre des Hauses in Vierkirchen“, weiß der Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen. „Und wir können hier sogar einen Trainingsplatz anbieten, um ins selbstständige Wohnen zu starten“, schildert Atzler. Das biete neue Chancen und Möglichkeiten für Inklusion und Teilhabe.  Freilich müsse der Weg zur Werkstatt in Dachau erst wieder eingeübt werden. Die Räume im Erdgeschoss des Caritas-Zentrums Dachau wurden zwischenzeitlich renoviert und mit neuen Möbeln wie zum Beispiel Pflegebetten ausgestattet. „Es ist großartig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die beiden Umzüge mitten im Lockdown und bei laufenden Impfvorbereitungen noch zusätzlich gestemmt haben“, lobt Schwarz.
 
Teilhaben und Weiterkommen
18 Heilerziehungspfleger, Erzieher und Heilpädagogen in Voll- und Teilzeit unterstützen und begleiten 22 Menschen im Alter von 29 bis 81 Jahren in den beiden Wohngruppen. 1317 Mitarbeiter/-innen in Voll- und Teilzeit betreuen, versorgen und unterstützen mehr als 2000 Menschen mit Behinderungen in 21 Einrichtungen des Geschäftsbereichs Inklusion und Teilhabe. (md)
 
Mehr Informationen im Internet unter www.teilhaben-weiterkommen.de.