Eines der Kampagnen-Motive: Bei der OBA werden Starköche geboren.
Eines der Kampagnen-Motive: Bei der OBA werden Starköche geboren.
München, 20. September 2021

Postkartenaktion zeigt Vielfalt der Offenen Behindertenarbeit

Jeder Mensch, auch mit Behinderung, hat das Recht, selbst zu wählen, wie das eigene Leben in der Gemeinschaft gestaltet werden soll sowie auf volle Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Das besagt Art. 19 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Die von Freistaat Bayern und Bezirk Oberbayern finanziell geförderten Dienste der Offenen Behindertenarbeit (OBA) in Oberbayern sind dafür da, die Führung eines selbständigen, eigenverantwortlichen Lebens zu ermöglichen und die Familien und Angehörigen der Menschen mit Behinderung zu unterstützen*. Mit ihrem Angebot erreichen sie mehr als 13.000 Menschen mit Behinderung. Einige OBA-Dienste haben sich nun zusammengeschlossen, um mit einer Kampagne unter der Schirmherrschaft von Bezirkstagspräsident Josef Mederer auf die wichtige Rolle der OBA in Oberbayern hinzuweisen. Denn nur mit Hilfe dieser Unterstützung ist es auch nach der Pandemie möglich, Inklusion weiter voranzubringen. 

Die eigene freie Zeit selbstbestimmt zu gestalten, das war (und ist) für die meisten Menschen mit Behinderung in der aktuellen Pandemie kaum bis gar nicht möglich. Das muss sich ändern und es muss insbesondere auch in Zukunft wieder möglich sein. Und zwar in vollem Umfang. „Die OBA ist mit ihren Angeboten ein Motor der Inklusion. Die Postkartenaktion zeigt, was bei der OBA alles möglich ist und wie vielfältig sie ist. Die Angebote sind für Jung bis Alt und von Kreativ bis Sportlich – so vielfältig wie die Gesellschaft selbst“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Mit ihren Freizeit-, Bildungs- und Sportaktivitäten sowie ihren Beratungsangeboten schaffen die Dienste Raum für die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen und zur Teilhabe am sozialen Leben.“ Mederer machte deutlich, dass die OBA-Dienste eine wesentliche Basis für die Umsetzung von Art. 19 UN-BRK seien.  „Ohne OBA gäbe es bei der Teilhabe einen großen Rückschritt“, sagte Mederer. „Ich bin froh, dass wir dank der hervorragenden Arbeit der OBA in Sachen Inklusion vorankommen.“ 

Die Kampagne legt den Fokus auf acht Themenbereiche, die die OBA-Dienste durch offene Angebote, Seminare und Veranstaltungen ermöglichen: Bildungsmöglichkeiten wie Kochkurse beinhaltet das vielfältige Spektrum dabei ebenso wie sportliche Aktivitäten, geselliges Beisammensein bei Partys und Konzerten, persönliche Begegnungen oder Reisen. „Es ist gut, dass es die OBA gibt. Dafür setzen wir uns ein.“, sind sich die Fotomodels der Kampagne einig. Die Postkarten zeigen Teilhabe in der Gemeinschaft und setzen positive Impulse. Begleitet wird die Kampagne über einen eigenen Instagram-Account. Hier gibt es persönliche Geschichten und Erlebnisse von Menschen mit Behinderung, die die wichtige Funktion der OBA aufzeigen. Die Kampagne ist ein Aufruf an politische Entscheidungsträger, auch in Zukunft die OBA-Dienste zu unterstützen.

Die Kampagne auf Instagram: www.instagram.com/zeitfuerobabayern/ mit dem Hashtag #ZeitfürOBAbayern

* In der Förderrichtlinie regionale „Offene Behindertenarbeit“ sind die Aufgaben, Ziele sowie die Definierung der hierunter fallenden Behinderungsformen aufgeführt.

Über die Kooperationspartner
BiB e.V., der Verein zur Betreuung und Integration behinderter Kinder und Jugendlicher, ist ein ambulanter Dienst für Familien mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und unterstützt vor allem durch freiwillige Helfe*innen zur Familienentlastung, vermittelt Schulbegleiter*innen, bietet Freizeitangebote und ist Träger von Schulsozialarbeit. Weitere Informationen gibt es unter www.bib-ev.org.

Offene Hilfen der Caritas
Die Offenen Hilfen für Menschen mit Behinderung der Caritas bieten ambulante Angebote für Menschen mit Behinderungen an. Ziel ist die Förderung der Teilhabe an der Gesellschaft, eine selbstbestimmte Lebensführung sowie eine umfangreiche Unterstützung in allen Lebenslagen. So wollen wir Inklusion fördern und lebbar machen. Mehr Infos unter www.offene-hilfen-caritas-muenchen.de/.

GEMEINSAM LEBEN LERNEN e.V. – Der Name ist Programm. Mit einem ambulanten Dienst und integrativen Wohngemeinschaften setzt sich der Verein im Dekanatsbezirk München für Teilhabe und ein gemeinsames Leben von Menschen mit und ohne Behinderung ein. Weitere Informationen gibt es unter www.gll-muenchen.de.
Die Lebenshilfe München e.V. begleitet und unterstützt seit über 40 Jahren Menschen mit Behinderung. Sie schafft Möglichkeiten, um Kontakte zu knüpfen und Neues zu entdecken. Durch die OBA werden vielfältige Begegnungen und eine selbstverständliche Teilhabe am öffentlichen Leben möglich. Weitere Informationen gibt es unter: www.lebenshilfe-muenchen.de
Die Offene Behindertenarbeit – evangelisch in der Region München ist eine Einrichtung des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks München und organisiert seit 50 Jahren Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangebote sowie Reisen für und mit Menschen mit Lernschwierigkeiten. Weitere Informationen gibt es unter www.oba-muenchen.de.
Soziale Rehabilitation der Evangelischen Jugend München
Die Soz.Reha (Soziale Rehabilitation) ist ein Arbeitsbereich der Evangelischen Jugend München. Junge Menschen mit und ohne Behinderung haben die Gelegenheit, sich bei den unterschiedlichsten Aktionen kennen zu lernen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Ein Markenzeichen sind die Veranstaltungen mit dem Zusatz "für alle". Inklusion und Stärkung der Teilhabe-Möglichkeiten und der Selbstbestimmung für die Jugendlichen mit Behinderung sind unsere Ziele. Mehr Informationen gibt es unter www.ej-muenchen.de/website/de/ej/das-sind-wir/themenarbeitsfelder/soziale-rehabilitation-inklusion                  

Pressekontakt der Kooperationsgemeinschaft
Offene Behindertenarbeit – evangelisch in der Region München (OBA)
Blutenburgstraße 71, 80636 München | Kathrin Horn: 089 126611 52 | k.horn@oba-muenchen.de