1000 junge Menschen haben im September 2021 einen Platz in einem der 12 Jugendwohnheime in München gefunden.
München, 30. September 2021.

Jugendwohnen in München

Zum Start ins neue Ausbildungsjahr 2021/2022 begrüßen 12 Wohnheime in katholischer Trägerschaft im Stadtgebiet München rund 1000 junge Frauen und Männer, die in diesen Wochen eine mehrjährige Schul- oder Berufsausbildung begonnen haben. Viele sind dazu in die Landeshauptstadt gezogen oder besuchen blockweise den Unterricht an den über 30 Berufsschulen und benötigten daher eine Unterkunft. Neben den „Neuen“ des ersten Schul- und Lehrjahres nutzen mehr als 2000 weitere Jugendliche und junge Erwachsene aus den höheren Klassenstufen die Angebote der verschiedenen Einrichtungen des Jugendwohnens.

Angespannte Wohnlage in München
„Die enorm angespannte Lage am Münchner Wohnungsmarkt erschwert die Suche nach bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende immens. Jugendwohnheime sind deshalb eine wichtige Säule für erschwinglichen Wohnraum und Bildungsgerechtigkeit“, berichtet Alfons Utz, Leiter des Fachbereichs Jugendwohnen im Caritas Geschäftsbereich München Stadt. Der Einzug ins Jugendwohnheim habe oft aber auch weitere Gründe wie zum Beispiel die große Entfernung zwischen Heimat und Ausbildungsort. „Die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum ist Hauptfokus unserer Arbeit. Das gleichzeitige Angebot von Unterkunft und fachlicher Betreuung stellt sowohl für die Jugendlichen als auch für Eltern, Schulen und Ausbildungsunternehmen einen nicht zu unterschätzenden Mehrwert dar“, erklärt Utz.

Sozialpädagogische Begleitung
Die sozialpädagogische Begleitung mit dem Auftrag der Förderung sozialer und beruflicher Integration sei Herzstück des Jugendwohnens als Teil der Jugendsozialarbeit nach §13 (3) des SGB VIII. „Qualifizierte pädagogische Fachkräfte haben für alle Anliegen ein offenes Ohr – sowohl für Fragen rund um die jeweilige Ausbildung und des Alltags als auch bei Problemen“, schildert Stefan Bauer, Sprecher des Fachforums Jugendwohnen der diözesanen Arbeitsgemeinschaft (DiAG) Kinder- und Jugendhilfe im Erzbistum. Gleichzeitig stellten die Pädagogen ein Bindeglied für alle am Ausbildungsprozess Beteiligten dar und erhöhten somit die Perspektive auf einen erfolgreichen Bildungsabschluss. Jugendwohnen fördere Chancen von jungen Menschen und helfe ihnen, sich in neuer Umgebung zurechtzufinden.

Ein Ort des sozialen Miteinanders
„Wir bieten einen geschützten Ort des sozialen Miteinanders und des sozialen Lernens sowie die Möglichkeit, Gemeinschaft durch Bildungs- und Freizeitangebote und gemeinsame Verpflegung zu erfahren“, so Bauer. „Um dieses qualifizierte Angebot weiter zu ermöglichen, sind finanzielle Ressourcen notwendig. Hierzu erwarten wir auch Unterstützung durch die Landeshauptstadt München, der es ja ein Anliegen ist, Wohnraum für junge Menschen in Ausbildung zu schaffen bzw. zu erhalten“ erläutert Bauer. Wohnen sei keine Privatsache, wenn es um die Ausbildung gehe. „Die Jugendwohnträger der Erzdiözese leisten mit ihrem Angebot einen unverzichtbaren Beitrag zur Bereitstellung von Wohnraum in der Landeshauptstadt, zur Begleitung der Persönlichkeitsentwicklung während der Ausbildungsphase, zur Mobilität am Ausbildungsmarkt und zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.“ (bm).

www.jugendwohnen-muenchen.de

Die 6 kath. Träger des Jugendwohnens im Stadtgebiet sind:

Deutsche Provinz der Salesianer Don Boscos KdöR
Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
IN VIA München e.V.
Katholisches Jugendsozialwerk (KJSW) e.V.
Kolping-Ausbildungszentren München gGmbH
Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Herz-Jesu-Kloster) KdöR
 
Diözesaner Ansprechpartner für die Träger: Stefan Bauer, Salesianum München,
Tel. 089 / 48 008 0, bauer@salesianum.de