Prof. Dr. Hermann Sollfrank im Foyer des Pater-Rupert-Mayer-Hauses.
Prof. Dr. Hermann Sollfrank im Foyer des Pater-Rupert-Mayer-Hauses.
München, 1. Oktober 2021

Hermann Sollfrank tritt Dienst als Diözesan-Caritasdirektor an

Kardinal Marx: „Caritas in Zeiten vielschichtigen Wandels segensreich wirken lassen“
 
Hermann Sollfrank (57) tritt am heutigen Freitag, 1. Oktober, seinen Dienst als Direktor des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising an. Erzbischof Kardinal Reinhard Marx würdigt Sollfrank, der in seiner Person „Erfahrung in sozialen Themen und wissenschaftliche Perspektive vereint. Damit kann er in seinem neuen Amt zum Wohl der Menschen beitragen, vor allem auch derer, die manchmal aus dem Blick geraten“. Marx wünscht Sollfrank „Erfolg und Freude bei der Aufgabe, die Caritas in Zeiten eines vielschichtigen gesellschaftlichen Wandels segensreich wirken zu lassen. Sie repräsentiert einen maßgeblichen Teil der Kirche und ist ein wichtiger Bereich ihres Handelns, der hineinwirkt in die Gesellschaft bis hin an ihre Ränder.“ Es sei bleibender Auftrag, „im Sinne des Leitmotivs unserer Diözesancaritas jederzeit nah am Nächsten zu sein“. Zuletzt war Hermann Sollfrank seit Oktober 2014 Präsident der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) München. Er tritt die Nachfolge von Georg Falterbaum an, der seit 2018 im Amt war.
 
Sollfrank sieht der neuen Aufgabe mit Freude entgegen: „Die Berufung zum neuen Caritasdirektor ist für mich eine große Ehre. Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising ist ein katholischer Wohlfahrtsverband mit hohem Renommee und großer Bedeutung für Gesellschaft und Kirche. Seine Weiterentwicklung ist mir ein wichtiges Anliegen. Es gilt, an das Erreichte anzuknüpfen, aktuelle und kommende Herausforderungen in den Blick zu nehmen und tragfähige Perspektiven zu entwickeln. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit im Vorstand und auf das gemeinsame Wirken in der Gemeinschaft der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Caritas.“ Neben Sollfrank als Direktor bilden Gabriele Stark-Angermeier und Thomas Schwarz den Vorstand des Wohlfahrtsverbands. Sie begrüßen die Entscheidung des Erzbischofs von München und Freising und bezeichnen Sollfrank als „profunden Kenner der Sozialen Arbeit“ mit „wissenschaftlicher Expertise“, der die Erzdiözese sehr gut kenne, in Oberbayern beheimatet sei und „ein großes Netzwerk an Partnern in den diözesanen Strukturen und im Wissenschaftsbereich mitbringt.“ Hermann Sollfrank studierte von 1987 bis 1991 Soziale Arbeit an der KSH München. Vor einem Zweitstudium der Erziehungswissenschaften an der Universität in Augsburg war er als Sozialpädagoge rund zehn Jahre in der Jugendpflege, in der pädagogischen Leitung und im Management des Jugendamts der Erzdiözese München-Freising tätig. Er promovierte zum Thema „Katholische Jugendpflege von 1819-1926“ im Bereich der historischen Bildungsforschung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Dr. phil.) und wurde dann als Professor für Sozialpädagogik in der Sozialen Arbeit an die KSH berufen. Seit Oktober 2014 ist Sollfrank Präsident der KSH in zweiter Amtszeit.
 
Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising ist die institutionelle Zusammenfassung und Vertretung der kirchlichen Caritativen Angebote im Bereich des Erzbistums. Als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege vertritt der Diözesancaritasverband neben den eigenen Einrichtungen in der Erzdiözese gut 100 katholische Fachverbände und angeschlossene Träger unterschiedlicher Größe in der Kinder- und Jugendhilfe, der Pflege, der Eingliederungshilfe und vielen anderen Bereichen der Sozialen Arbeit. Insgesamt arbeiten rund 30.000 Beschäftigte beim Diözesan-Caritasverband und den angeschlossenen Trägern. Unterstützt werden die Hauptamtlichen von einer großen Zahl engagierter Ehrenamtlicher.