Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier (2.v.r.)  mit Pfr. A. Jaster, B. Weiß und M. Kreuzmair.
Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier (2.v.r.) mit Pfr. A. Jaster, B. Weiß und M. Kreuzmair.
München/Germering, 17. November 2021.

Caritas-Altenheim Don Bosco soll Mitte 2023 betriebsbereit sein

Nach acht langen Jahren der Planung ist der Rohbau des neuen Caritas-Altenheims Don Bosco in Germering in gerade mal acht Monaten fertig gestellt worden. „Ein Rekord“, freute sich Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier beim Richtfest des Großprojekts am Dienstagnachmittag vor einer Corona-bedingt kleinen Schar von Gästen. „Trotz Pandemie liegen wir im Zeitplan“, erklärte Stark-Angermeier und stellte den Betriebsbeginn für Mitte 2023 in Aussicht. „Mit dem neuen Altenheim trägt die Caritas zur Stadt Germering als attraktivem Lebensraum und Lebensmittelpunkt bei“, betonte die stellvertretende Caritasdirektorin, die im Verband für Altenhilfe, Soziale Dienste und Personal zuständig ist. Die Konzeption sei in enger Abstimmung mit der Stadt Germering und der örtlichen Pfarrei erfolgt. Ergebnis sei eine „moderne, zentral gelegene Quartierslösung für ältere Menschen mit Öffnung in den Sozialraum und Anbindung an den benachbarten Erikapark“, so Stark-Angermeier. Sie biete 64 Plätze mit vollstationärer Pflege, betreutes Wohnen mit 67 barrierefreien Wohnungen sowie solitäre Tagespflege mit 25 Plätzen. Mit Don Bosco errichtet der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising sein 28. Altenheim.
 
Guter Standort für künftige Bewohner und interessant für Arbeitnehmer
Germerings Zweite Bürgermeisterin Manuela Kreuzmair zeigte „große Vorfreude“ über das künftige Altenheim. „Es biete allen Seniorinnen und Senioren dort ein gutes Leben mitten in Germering und 60 Beschäftigen einen attraktiven Arbeitsplatz.“ Kreuzmair lobte das offene Konzept des Projekts und verwies auch auf die gute Verkehrsanbindung von Don Bosco. Allen am Bau arbeitenden Menschen dankte sie für ihren Einsatz und wünschte dem Vorhaben einen weiterhin guten Verlauf.
 
Altenheim mit Hauskapelle
Pfarrer Andreas Christian Jaster von der Stadtkirche Germering freute sich darüber, dass mit der Kapelle ein spiritueller Ort in Don Bosco entsteht. Ausdrücklich dankte er Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier, die „mit Herz und Verstand den Bau wie ein persönliches Projekt vorangetrieben hat“. Das Altenheim sei ein schönes Zeichen von Bestand: „Wer in der Gemeinde  gelebt hat, darf hier auch bleiben“. Pfarrer Jaster segnete alle am Bau Mitwirkenden und den anschließend am Kran in die Höhe gefahrenen Richtkranz.
 
Moderne Räume und ausgereifte Technik
Bei einem Rundgang konnten sich die Gäste von den hellen, offenen Räumlichkeiten überzeugen und erfuhren interessante Details, etwa von DESO. Das technisch ausgefeilte Desorientiertensystem ermöglicht, dass die Türen des Altenheims auch für demenziell erkrankte Bewohner/-innen immer offen stehen und sich die Betroffenen frei bewegen können. Ein Armband, das die betroffenen Bewohner/-innen tragen, gibt ein Signal an die Pflege- und Betreuungskräfte, sobald die Schutzzonen in und um die Außenbereiche verlassen werden.

Regenerative Energie

Bislang wurden in 30.000 Arbeitsstunden 4.500 Kubikmeter Beton verbaut, das entspricht 450 Betonmischern. Aktuell werden in Don Bosco gerade 300 Fenster eingebaut, eine Pelletheizung sorgt künftig für Wärme. (beb)