Zahlreiche muttersprachliche Ehrenamtliche bieten ihre Hilfe an
Zahlreiche muttersprachliche Ehrenamtliche bieten ihre Hilfe an
München, 2. März 2022

Info-Point für geflüchtete Ukrainer

Angesichts der aktuellen und erschütternden Lage im Krieg gegen die Ukraine kommen inzwischen immer mehr Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet am Münchner Hauptbahnhof an. Seit heute, Mittwochmittag, steht den ankommenden Flüchtlingen aus der Ukraine im Hauptbahnhof eine zentrale Anlaufstelle zur Verfügung. Die Landeshauptstadt München, der Diözesan-Caritasverband München-Freising sowie das Netzwerk Willkommen-in-München.de sind dort mit Ehrenamtlichen präsent und bieten Ankommenden eine muttersprachliche Erstorientierung. Dazu gehören unter anderem Informationen zur Registrierung und Weiterleitung ins Ankunftszentrum Maria-Probst-Straße 14, die Weitervermittlung in psychosoziale (Erst-)Beratungsstellen der Caritas in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs, sowie Informationen zu Unterkunft und Weiterreise.
 
Zudem öffnet die Caritas ab heute Abend das Begegnungszentrum D3 in der Dachauer Straße 3 am Nordausgang des Hauptbahnhofs für ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine für einen Nachtaufenthalt: Täglich zwischen 18.00 und 07.00 Uhr, mittwochs zwischen 20.00 und 07.00 Uhr. Die Sozialdienste der Caritas in den städtischen und staatlichen Unterkünften sind auf die Versorgung der Menschen vorbereitet. Außerdem zieht die Caritas alle muttersprachlich ukrainisch sprechenden Mitarbeitenden zusammen, damit diese für alle unsere Unterkünfte zur Verfügung stehen, sofern der Bedarf an muttersprachlicher Begleitung für ukrainische Geflüchtete besteht.
 
„Die aktuelle Situation rund um den Krieg in der Ukraine ist extrem belastend, führt aber auch zu einer umfassenden Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft“, konstatierten Prof. Dr. Hermann Sollfrank, Caritasdirektor des Caritasverbands der Erzdiözese München-Freising, sowie Vorständin Gabriele Stark-Angermeier. Die Spendenbereitschaft sei enorm, die spontanen Hilfen reichten von Sach-, Geld- und Zeitspenden bis hin zum Angebot von privatem Wohnraum.
 
Um die zahlreichen Fragen von Bürgern und Bürgerinnen, die Geflüchteten helfen wollen, zu beantworten, haben wir einige Informationen zusammengestellt:
 
München
Auf https://willkommen-in-muenchen.de/ukraine-hilfe werden Informationen zu Bedarfen und Hilfsmöglichkeiten sowie Informationen und Anlaufstellen für Ukrainer gesammelt. Privatleute und Unternehmen können sich an die kostenlose Hotline des Teams vom Netzwerk Willkommen in München (WiM) richten. Die Telefonnummer lautet: 0800 – 000 5802.
Fragen Sie bei kontakt@willkommen-in-muenchen.de nach, welche Unterstützung benötigt wird. Oder melden Sie sich bei: Alveni-Ehrenamt@caritasmuenchen.de
 
Landkreis München
Bürgerinnen und Bürger, die Wohnraum anbieten können, oder Geflüchtete, die Wohnraum suchen, können sich hier melden: caritasdienste-lkm@caritasmuenchen.de
Ukrainische Flüchtlinge mit psychischen Problemen können sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst der Caritas wenden unter: spdi-schleissheim-garching@caritasmuenchen.de – jeder und jede, der oder die Gesprächsbedarf hat, erhält Hilfe.
 
Fürstenfeldbruck
Allen Ukrainerinnen und Ukrainern im Landkreis Fürstenfeldbruck steht bei aufenthalts- und asylrechtlichen Fragen unser Fachdienst zur Seite. Sie erreichen die Beraterinnen und Berater unter der Telefonnummer 08141 3063017 oder per Mail unter:
asylberatung-ffb@caritasmuenchen.de
 
Wie in den anderen Landkreisen auch werden hier dringend ehrenamtliche Dolmetscher/-innen, die ukrainisch und/oder russisch sprechen, gesucht. Wer bereit ist, sich als Dolmetscher/-in zu engagieren, kann gerne ebenfalls an asylberatung@caritasmuenchen.de schreiben oder sich unter Tel.: 08141 30630-17 melden. Der zeitliche Umfang ist flexibel, auch eine Stunde in der Woche hilft bereits. Der Einsatz kann auch telefonisch oder digital erfolgen.
 
Pfaffenhofen
Im Ankerzentrum wird aktuell eine Informationsveranstaltung für schon länger dort untergebrachte Menschen aus der Ukraine geplant, da diese viele Fragen zur Situation haben.
Wir bieten außerdem seitens der Flüchtlings- und Integrationsberatung und der Migrationsberatung ab 4. März 2022 ein spezielles Beratungsangebot für Betroffene und Angehörige der Ukraine-Krise an.
 
Spenden
Aktuell sind Sachspenden noch keine Hilfe, weil unklar ist, wo die Geflüchteten unterkommen und was sie konkret benötigen. Dazu werden die lokalen Caritasverbände rechtzeitig informieren und Aufrufe starten. Derzeit bittet die Caritas, von Sachspenden abzusehen. Sinnvoller sind momentan Geldspenden:

Wir helfen Geflüchteten aus der Ukraine in München und Oberbayern.
Spendenkonto des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising e.V.
LIGA-Bank München
IBAN: DE53 7509 0300 0002 2977 79
BIC: GENODEF1M05
Stichwort: Flüchtlingshilfe Ukraine

Caritas International unterstützt vor Ort die Menschen im Kriegsgebiet über 35 Stellen der Caritas Ukraine Spenden- Konto:
 
Caritas international
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL

Stichwort: Nothilfe Ukraine-Krieg
 
Aktuelle Informationen zu Hilfen für die Ukraine finden Sie unter:
https://www.caritas-international.de/
oder im Ukraine-Ticker unter:
https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/europa/ukraine/news-ticker-ukraine-krieg
oder unter:
www.caritas-nah-am-naechsten.de 
 
Selbstverständlich können sich Interessierte und Hilfesuchende mit allen Anliegen an jedes unserer Caritas-Zentren in München und Oberbayern wenden.