Verna Dietl, Harald Bachmeier und Barbara Igl.
Verna Dietl, Harald Bachmeier und Barbara Igl.
München, 27. Juli 2022.

Infopoint zeigt die echte „Weltstadt mit Herz“

„WIR sind Infopoint!“ Unter diesem Motto hat der Münchner Caritas-Stadtgeschäftsleiter Harald Bachmeier am Montagabend bei bestem Sommerwetter zu einem großen Dankeschön-Fest in den Innenhof von St. Bonifaz eingeladen. Gedankt wurde den zahlreichen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen vom Infopoint am Münchner Hauptbahnhof, die sich seit März täglich und rund um die Uhr um bis zu 4.000 ukrainische Geflüchtete kümmerten und kümmern. „Unser Seismograph Bahnhofsmission hat am 1. März die Alarmglocken geläutet und am 2. März standen wir parat. Zunächst etwas unkoordiniert und chaotisch, aber wir waren da“, schilderte Bachmeier die Anfänge des Infopoints, der zentralen Münchner Anlaufstelle für Geflüchtete aus der vom russischen Angriffskrieg gebeutelten Ukraine.

Helfer arbeiten Hand in Hand
„WIR meint dabei nicht nur Caritas, sondern so viele Freiwillige“, betonte Bachmeier und zählte auf, woher die vielen Helfer und Helferinnen kommen: Bahnhofsmission, Landeshauptstadt, Polizei, Berufsfeuerwehr, Deutsche Bahn, Willkommen in München, Freiwilligenzentren, community kitchen, etliche Fachverbände wie der Sozialdienst katholischer Frauen oder der Katholische Männerfürsorgeverein und viele mehr. „In einem gemeinsamen Kraftakt haben wir in Spitzenzeiten bis zu 4.000 Geflüchtete täglich am Münchner Hauptbahnhof willkommen geheißen. Allein bei der Caritas summieren sich die Arbeitsstunden bis heute auf 15.000.“ Hier zeige sich die echte „Weltstadt mit Herz“, so Bachmeier.

Münchens Sozialbürgermeisterin ist dankbar und stolz  
Auch Münchens Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl freute sich über das großartige Miteinander und die „gemeinschaftliche Leistung aller Akteure vor Ort“. Der Stadt München sei mit all ihren Menschen etwas Großartiges gelungen. „Wir sind unserem Anspruch, allen Geflüchteten zu helfen, gerecht geworden. Dafür bin ich Ihnen dankbar“, bekräftigte Verena Dietl und zeigte sich „als Sozialbürgermeisterin stolz auf meine Stadt“.

Hauptbahnhof spielt zentrale Rolle
IN VIA-Vorständin Barbara Igl als Vertreterin der Bahnhofsmission dankte nicht nur den beiden anwesenden Leiterinnen Bettina Spahn und Barbara Thoma, sondern neben den vielen Freiwilligen auch allen Verantwortlichen, die „viel Engagement, Herzblut und Knowhow eingebracht haben“. Sie erinnerte daran, dass der Münchner Hauptbahnhof ein Ort ist, an dem sich gesellschaftliche Krisen besonders schnell und besonders deutlich zeigten. Gerade auch bei Fluchtbewegungen. „Das war nach den Weltkriegen der Fall, während des Kosovokriegs, nach dem Mauerfall, natürlich auch 2015 und jetzt wieder in der Folge des schrecklichen Kriegs in der Ukraine“, so Igl. „Solche außerordentlichen Entwicklungen brauchen außerordentliche Antworten. Und so kam es zu der Kooperation, die heute präsent ist.“ Probleme seien gemeistert, Lösungen gefunden worden. „Der Infopoint wurde ein Teil des Netzwerkes am Hauptbahnhof“, unterstrich die IN VIA-Vorständin. (beb)