Caritas-Geschäftsführer Huber zieht Bilanz der ARGE-Federführung

München, 20. Dezember 2017.

Caritas-Geschäftsführer Norbert J. Huber (l.) mit Christine Strobl und Dr. Günther Bauer.
Foto: Caritas München

Zum Abschluss der Federführung der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege München (ARGE Freie) durch die Caritas hat Sprecher Norbert J. Huber Bilanz gezogen. Die großen Themen in den drei Jahren der Federführung waren die Bewältigung des Ansturms der Flüchtlinge im Jahr 2015 und die daraus resultierenden Herausforderungen, wie etwa die Unterbringung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, der fehlende bezahlbare Wohnraum für Hilfebedürftige sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Mitwirkung der sozialen Akteure bei der Erstellung der Leitlinie Soziales und die Erstellung des Integrationsplans für Flüchtlinge unter Mitwirkung vieler Akteure.
 
Kritik am steigenden Verwaltungsaufwand
 
„Ein soziales München kann nur gelingen mit einem Schulterschluss der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege und der Zivilgesellschaft“, sagte Huber vor Vertretern der Landeshauptstadt, der Mitgliedsverbände der ARGE Freie und Kooperationspartnern am Dienstagabend, 19. Dezember, in München. Laut Wirtschaftsforschern haben Stadt und Landkreis München die besten Zukunftschancen in Deutschland. Es gebe jedoch noch viel zu tun, so Huber. Das Verhältnis der Verbände, Spitzenverbände und freien Träger sei im Alltag nicht immer ganz klar. „Meine Absicht war es, mehr Klarheit in die jeweiligen Rollen zu bekommen und verbindliche Vereinbarungen mit der Stadtspitze zu treffen“, betonte Huber. Die freie Wohlfahrtspflege kooperiere fast mit jedem Referat der Stadt. Besonders mit dem Bildungsreferat sei es unter der Federführung der Caritas gelungen, eine neue Kooperationsform zu finden. Dennoch kritisierte Huber die in jüngster Zeit um sich greifende Überregulierung mit einem steigenden Verwaltungsaufwand.
 
Job-Marktplatz für Flüchtlinge war Herzensangelegenheit
 
Flüchtlinge in Arbeit, in Praktika und Beschäftigung bringen, sei ein großes Anliegen der ARGE Freie gewesen, bekräftigte der Geschäftsführer der Caritas München. „Der Marktplatz für Arbeit und Beschäftigung im Bereich Migration hat zu einer sehr guten Kooperation mit der Agentur für Arbeit und mit dem Jobcenter geführt.“
 
Strobl lobt das Engagement der Caritas
 
Huber betonte, die ARGE Freie verstehe sich als Partner bei der Verwirklichung von mehr Gerechtigkeit. Er dankte allen, die in der Zeit der Federführung an der Seite der Caritas gestanden hätten und zum Gelingen des Gremienmanagements beigeträgen hätten. Christine Strobl, Dritte Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, dankte Norbert J. Huber stellvertretend im Namen des gesamten Stadtrats für ein „Engagement, das weit über das hinausgeht, was man erwarten kann“. In einer Stadt, in der die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergehe, sei ein kontinuierliches und beharrliches Arbeiten notwendig, um auch die Ursachen beseitigen zu können. Die Caritas hinterlasse ein gut bestelltes Feld für die Diakonie mit ihrem Geschäftsführer Dr. Günther Bauer, der ab 2018 die Sprecherrolle übernimmt. (ua/md)




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