Elektroautos für die ambulante Pflege: ökologisch und ökonomisch

München, 1. Dezember 2017.

Vorstellung des Elektroautos für die ambulante Pflege der Caritas in München.
Foto: Caritas München

Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising hat in einer Fachveranstaltung am Freitag, 1. Dezember ein für den ambulanten Pflegedienst entwickeltes Elektroauto vorgestellt. Vertreter aus verschiedenen Stadt- und Kreisverbänden in Bayern werden sich über einen möglichen Einsatz in ihren Pflegediensten informieren. „Wir wollen uns über Elektromobilität in der ambulanten Pflege informieren und herausfinden, wo wir diese Elektroautos einsetzen können“, sagte Axel Hannemann, Geschäftsführer der Caritas-Zentren in Oberbayern. Entscheidend sei, dass die Autos auch wirtschaftlich sehr interessant seien.
 
Caritas ergreift die Initiative für mehr Elektromobilität
 
Die Initiative ergriff 2013 der Caritasverband Aachen mit dem Projekt „Elektromobilität in der ambulanten Pflege“ und startete gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen) und der aus der Hochschule hervorgegangenen Firma e.GO die Entwicklung eines Kleinwagens, berichtete Bernhard Verholen, Vorstand des Caritasverbands für die Regionen Aachen Stadt und Land. Das Auto sei speziell auf den Bedarf von ambulanten Pflegediensten ausgerichtet. Pflegekräfte hätten an der Ausstattung mitgewirkt. Ein eigenes Ladekonzept soll den Einsatz der Autos alltagstauglich machen. Bundesweit hätten bereits über 50 Orts- und Regionalverbände mit insgesamt 3000 Pflegefahrzeugen zugesagt, im Rahmen des Projekts Elektroautos einführen zu wollen. „Die Reichweite ist nicht das Problem“, sagte Verholen. Eine Studie habe ergeben, dass die Fahrzeuge im Durchschnitt nicht mehr als 120 Kilometer am Tag fahren. „In Oberbayern mit den Hügeln des Voralpenlandes und viel Schnee im Winter müssen wir sehen, wie das Auto genutzt werden kann“, erläutert Hannemann. Es sei aber gut vorstellbar, dass ab 2019 ein Teil des Fuhrparks umgestellt wird.
 
Erste Autos rollen im Herbst 2018 über die Straßen
 
Philip Müller von der Firma e.GO erläuterte, dass bereits 1.800 Fahrzeuge vorbestellt seien und im Herbst 2018 die ersten Pflegeautos ausgeliefert würden. Wichtig sei auch, dass die Caritas mit den Kommunen ein Konzept für die Ladestationen entwickele. „Die Caritas kann hier eine echte Vorreiterrolle übernehmen.“ Die Firma e.GO wurde von Professor Günther Schuh gegründet, der bereits mit der Firma StreetScooter ein Nutzfahrzeug entwickelte, die vor allem von der Deutschen Post eingesetzt werden. Inzwischen hat die Post das Unternehmen StreetScooter gekauft. (ua)




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