Lebenskraft und Lebensfreude im Alter

München/Dachau, 10. November 2017

Die Stiftung unterstützt Bewegungsförderung im Pflegeheim
Foto: Caritas München; Till Pabst (li), Helmut Rez (re)

Josef-Kiener-Stiftung unterstützt Caritas-Haus Marienstift in Dachau

München/Dachau, 10. November 2017.    Mit mehr als 39.000 Euro hat die Josef-Kiener-Stiftung in den vergangenen Jahren das Caritas-Haus Marienstift in Dachau unterstützt. Weitere 10.000 Euro konnte nun der Leiter des Alten- und Pflegeheims, Till Pabst, von Helmut Rez, Vorstand der Josef-Kiener-Stiftung, entgegennehmen.   Menschen auch im Alter ihre Lebenskraft und ihre Lebensfreude zu erhalten, ist ein zentrales Anliegen der Josef-Kiener-Stiftung.

2015 wurden mit Stiftungsgeldern im beschützenden Wohnbereich des Marienstifts diverse Umbauarbeiten realisiert; entstanden ist ein   sonnendurchflutetes Wohnzimmer mit Zugang zum beschützenden Garten und zurück zum Wohnbereich. Keine „Sackgassen“ mehr. Außerdem schaffen jetzt großflächige Wandbilder in den Fluren und Aquarelle eines Dachauer Künstlers in den Zimmern eine wohnlichere  Atmosphäre. Im letzten Jahr haben Zuwendungen der Josef-Kiener-Stiftung die Anschaffung einer neuen Küchenzeile im beschützenden Wohnbereich ermöglicht, die auf die ergonomischen Bedürfnisse älterer und pflegebedürftiger Menschen angepasst ist. Sie können, wenn sie möchten, selbst bei der Zubereitung und Veredlung von Speisen mithelfen.
 
Bewegung stärkt Pflegebedürftige …

Nun steht mit dem Thema „Bewegungsförderung für Pflegebedürftige“ ein neues Projekt an, das die Josef-Kiener-Stiftung finanziell unterstützt. Spezielle hochmoderne Ergometer helfen, die Muskulatur wiederaufzubauen und Stürzen vorzubeugen. Und sie können Spaß machen und so den „inneren Faulpelz“ überlisten. Die bewegungsaffinen Bewohner stehen schon mal Schlange, wenn das Gerät besetzt ist. Xaver Gröppmair, Pfarrer im Ruhestand und Bewohner des Marienstifts, ist einer von ihnen. Nach schwerer Krankheit trainiert er begeistert auf dem Ergometer und lässt dabei bewegungsgesteuert die Stadt Venedig auf einem Bildschirm vorbeiziehen.
 
… und hält den Geist fit
„Herr Gröppmair und viele andere Bewohner bestärken uns immer wieder in der Überzeugung, dass Körper, Geist und Seele eng zusammenhängen“, bemerkte Heimleiter Pabst und dankte der Josef-Kiener-Stiftung für die „großzügige Förderung“. Ebenso habe Dieter Reinke, Vorsitzender der Bewohnervertretung, beobachtet, wie körperliche Aktivität mit geistiger Aktivierung einhergehe. Man müsse sich etwa mit der Technik vertraut machen und komme in intensiven Austausch mit den Mitbewohnern. Sprach's und eilte nach einem Tusch, den er bei der Scheckübergabe auf seinem Keyboard intonierte, in den Festsaal des Hauses, um für die versammelten Senioren ein kleines Konzert zu geben. Diese vielfältige Mobilisierung helfe nicht zuletzt auch dem Pflegepersonal. „Wenn die Bewohnerinnen und Bewohner wieder kräftiger und mobiler werden, macht das unsere tägliche Arbeit in der Pflege generell etwas leichter und entlastet uns auch bei der Mobilisation der Bewohner“, so der stellvertretende Pflegedienstleiter Jozo Senjak.
 
Pflegeheime als Orte der Geborgenheit
Niemand will pflegebedürftig werden. Und doch ist jeder nach schweren Krankheiten oder im  Alter erleichtert, für sich selbst oder für seine Angehörigen einen Ort zu finden, der Geborgenheit bietet und weit mehr bedeutet als nur „satt und sauber“, bestätigte Helmut Rez aus der persönlichen Erfahrung in seiner Familie. „Pflegeheime können wunderbar behütete Orte sein, in denen sich auch die Lebenskraft und Lebensfreude von geschwächten Menschen wieder entwickeln und neu entfalten kann“, sagte Heimleiter Till Pabst.

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