Platz für Schulkinder mit geistigen Behinderungen

München, 17. Januar 2018

Prälat Lindenberger und Geschäftsführerin Kathrin Klaffl bei der Segnung. Foto: Caritas München

„Wir möchten, dass ab August 2019 durch unsere neue Heilpädagogische Tagesstätte der Gesamtbedarf an Plätzen für alle Schulkinder der Mathilde-Eller-Schule am Standort Nymphenburg gedeckt ist.“ Das erklärte Fred Ranner, Leiter der neuen Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) der Caritas an der Margarethe-Danzi-Straße 13 in München-Nymphenburg, bei der Segnung der Räume am Mittwoch, 17. Januar. Stufenweise sollen die Platzzahlen, je nach Bedarf, auf bis zu 140 Kinder erhöht werden. Derzeit kümmern sich dort 12 Mitarbeitende um Kinder mit geistigen Behinderungen

Viele Kinder mit Flucht- und Migrationshintergrund

Die Caritas-HPT löst bis 2019 schrittweise die an dem Standort ebenfalls ansässige HPT der Stadt München ab. „Nachdem unsere Kinder zu 80 Prozent einen Flucht- oder Migrationshintergrund haben, brauchen wir für unser Personal künftig neben den heilpädagogischen auch mehr sprachliche sowie interkulturelle Kompetenzen“, erklärte Ranner und forderte entsprechende finanzielle Rahmenbedingungen.
 
Segnung der neuen Räumlichkeiten
Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger segnete die neuen Räume auf dem großen inklusiven Campus, worauf sich auch eine Grundschule, ein Tagesheim, eine Mittagsbetreuung und die Mathilde-Eller-Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung befinden. Im Beisein von Kindern, Mitarbeitern, Kooperationspartnern sowie Vertretern von Stadt, Bezirk/Regierung von Oberbayern, Elternbeirat und Förderverein taufte Lindenberger die Caritas-Einrichtung auf den Namen „Caritas Heilpädagogische Tagestätte Josefine Kramer“. Thomas Schwarz, Caritas-Vorstand für Wirtschaft und Geschäftsbereiche, sagte in seinem Grußwort: „Josefine Kramer war eine bedeutende Psychologin und Heilpädagogin, die sich mit der Entwicklung von Kindern befasste und dabei wichtige Standards für die Diagnostik in der Heilpädagogik gesetzt hat. Mit unserer Namenswahl möchten wir ihr Lebenswerk würdigen und zum Ausdruck bringen, dass dies ein Ort der Entwicklung für die Kinder, die Familien und die Mitarbeitenden ist.“

Inklusion und Hilfe zur Selbsthilfe
Der Caritas Geschäftsbereich „Menschen mit Behinderung“ unterstützt mit seinen Einrichtungen und Diensten eine weitgehend selbständige Lebensführung und die Inklusion von Kindern, Frauen und Männern mit geistigen und körperlichen Einschränkungen. Dazu gehören unter anderem ambulante Hilfen und Wohnangebote, sechs Heilpädagogische Tagesstätten, fünf Kontaktstellen, vier Werkstätten und zwei Frühförderstellen in München und Oberbayern.  (mmr)
 
Ansprechpartner: Fred Ranner, Einrichtungsleitung, Tel. 0151-11850558
 
Mehr Informationen www.caritas-nah-am-naechsten.de




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