Sprecherrolle für Münchner Wohlfahrtspflege wechselt

München, 17. Januar 2018

Norbert J. Huber (li), OB Dieter Reiter und Günther Bauer (re) bei der Stabübergabe
Michael Nagy/Presseamt München

Diakonie folgt auf Caritas

Caritas-Geschäftsführer Norbert J. Huber hat am Dienstag, 16. Januar, im Beisein von Oberbürgermeister Dieter Reiter im Münchner Rathaus den Stab für die Federführung der Arbeitsgemeinschaft der Münchner Wohlfahrtspflege Günther Bauer, Vorstand der Inneren Mission München, übergeben. Huber würdigte zum Abschluss seiner Amtszeit als ARGE-Sprecher die Kooperation von öffentlicher und freier Wohlfahrtspflege. „In den letzten drei Jahren hat es einen so intensiven Austausch mit der Stadtspitze gegeben wie die letzten zwanzig Jahre nicht“, lobte Huber die enge Zusammenarbeit mit OB Reiter.  Insbesondere dankte Huber für die Gelegenheit, beim Gesamtplan Integration der Stadt München mitarbeiten zu können. Die Wohlfahrtsverbände haben seit Herbst 2016 einen Sitz im Lenkungsgremium inne. Reiter betonte, dass die Stadt den Zustrom der Flüchtlinge im Herbst 2015 ohne die gute Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden nicht gemeistert hätte: „Ohne Sie geht es sicher überhaupt nicht!“

Huber regt an Gebührenordnung zu überdenken
Zum Schluss benannte Huber drei konkrete Anliegen, die noch nicht zufriedenstellend gelöst worden seien: Erstens sei das Thema der polizeilichen Führungszeugnisse für in der Flüchtlingsarbeit freiwillig Tätige ein Ärgernis. Seit zwei Jahren streite man darüber mit der Stadt, eine Lösung sei mittlerweile zu spät. Huber überreichte Reiter dazu das Caritas-Schreiben „Aktuelle Themen und Probleme in der Flüchtlingsarbeit: Führungszeugnisse von Freiwilligen“. Reiter versprach, der Sache nachzugehen. Zweitens bat Huber, die neue Gebührenordnung in den Flüchtlingsunterkünften zu überdenken. Diese sehe keine Altersstaffelung vor, so dass auch Kinder und Babys monatlich 313,80 Euro bezahlen müssten. Drittens regte der Caritas-Geschäftsführer an, Verträge mit der Stadt abzuschließen, statt aufwändige Zuschuss- und Verwendungsnachweise abliefern zu müssen.

Themen: Wohnen, Bildung, Inklulsion/Integration, Armutsbekämpfung
Der neue ARGE-Sprecher Günther Bauer skizzierte für die Federführung der Diakonie bis 2020 vier Hauptthemen: Um den sozialen Frieden in der Stadt zu erhalten müssten die Themen Wohnen, Bildung, Inklusion und Integration sowie Armutsbekämpfung bearbeitet werden. Er will dazu alle städtischen Referate einbeziehen.

Wohlfahrtsverbände arbeiten in Arge freie zusammen
Die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (Arge freie) ist der Zusammenschluss der sechs Münchner Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Dies sind Arbeiterwohlfahrt (AWO), Kreisverband München Stadt e.V., BRK-Kreisverband München, Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V., Innere Mission München Diakonie in München und Oberbayern e.V., Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern e.V., und Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V., Bezirksverband Oberbayern. Sie kooperiert mit Zusammenschlüssen freier Träger wie dem Münchner Trichter e.V., dem Kreisjugendring München Stadt K.d.ö.R. und REGSAM – Regionale Netzwerke für soziale Arbeit in München. In den sechs Spitzenverbänden sind 1.200 Einrichtungen, Dienste und Projekte in München mit insgesamt 12.600 Beschäftigten und Tausenden Ehrenamtlichen vertreten. Weitere Informationen unter www.arge-freie-muenchen.de.




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