Weltfrauentag: Solidarität mit HIV-infizierten Frauen

München, 1. März 2018.

Foto: Ott/Caritas München

Nach Schätzungen des Robert Koch Instituts leben derzeit in Deutschland über 16.600 Frauen mit HIV. Und noch immer erleben HIV-positive Menschen Ausgrenzung. Zum Weltfrauentag am 8. März 2018 wird die Psychosoziale AIDS-Beratungsstelle der Caritas den Fokus auf Aufklärung und Solidarität mit HIV-infizierten Frauen setzen. „Leider erleben unsere Klientinnen immer wieder Diskriminierung im Alltag. HIV-positive Frauen werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Das führt unweigerlich zu weiterer Ausgrenzung und Diskriminierung“, erklärt Regina Lange, Leiterin der Caritas-AIDS-Beratungsstelle für München und ganz Oberbayern.
Kooperation mit oberbayerischen Gesundheitsämtern
Zum Weltfrauentag werden deshalb in allen oberbayerischen Gesundheitsämtern und Caritas-Zentren große Plakate (# UNDSICHTBAR) der AIDS-Beratungsstelle hängen. Darauf sind über 30 Mitarbeiterinnen des Diözesan-Caritasverbands abgebildet, die ihre Gesichter hinter den Händen verbergen. „Mit der Aktion bekunden wir unsere Solidarität mit infizierten oder erkrankten Frauen“, so Lange. Zudem sind auf dem Plakat Masken aus Ton abgebildet. Unter dem Motto „Niemand braucht zu wissen, wer ich bin, aber ihr sollt wissen, dass es mich gibt!“ sind diese bei einem Workshop im vergangenen Jahr entstanden. „Eine neue fantastische Figur, ein Abbild, ein Idealbild. Schön oder hässlich. Mann oder Frau. Mensch oder Tier. Alles war möglich beim Workshop für unsere Frauen“, berichtet Lange.
Schule zeigt Ausstellung
Ab Donnerstag, 1. März, ist die Ausstellung „Mein Leben!“ in der Caritas-Altenpflegeschule in Altenhohenau im Landkreis Rosenheim zu sehen. „Die Schule nutzt unsere Ausstellung im Rahmen des Unterrichts zum Thema Biografiearbeit“, erklärt Regina Lange.  Die Ausstellung zeigt HIV-positive oder AIDS-kranke Menschen, die auf Fotos und in Texten Einblicke in ihr Leben mit dem Virus geben. Ein Mönch, eine Rentnerin, ein Priester, eine Obdachlose, ein Soldat, ein Krankenpfleger, Mutter, Tochter, Vater, Sohn: viele individuelle Lebens- und Leidensgeschichten. „Leider muss auch hier ein Teil der Geschichten anonym erzählt werden, weil Diskriminierung und Stigmatisierung an der Tagesordnung sind“, weiß Lange.
München zu Besuch in Berlin
„Ganz besonders freuen wir uns, dass unsere Ausstellung „Only human“ vom 23. bis 25. März in Berlin bei den „17. Münchner AIDS und Hepatitis-Tage“ (alle zehn Jahre zu Gast in Berlin) stehen wird“, so Lange. Mit dieser bayernweit einmaligen interaktiven Aufklärungs-Aktion engagieren sich der Diözesan-Caritasverband und die Erzdiözese München und Freising für die sexuelle Gesundheit für Menschen mit Fluchthintergrund.
  
Die psychosoziale AIDS-Beratungsstelle, Schrenkstraße 3, München-Schwanthalerhöhe, bietet professionelle Beratung und Begleitung, Gruppen- und Freizeitangebote, Betreutes Wohnen Zuhause und vieles mehr für HIV-positive Menschen und ihre Angehörigen in München und ganz Oberbayern an. (mmr)

www.aidsberatung-caritasmuenchen.de

Ansprechpartnerin: Regina Lange, Leitung Caritas-AIDS-Beratung, Tel. 089/ 500 355 20




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