Caritas-Jahreskampagne 2019

Digitalen Wandel konstruktiv gestalten

Auch die Altenpflege kann digitale Unterstützung gebrauchen.
Plakat: Caritas Deutschland

„Sozial braucht digital“ lautet das Motto der bundesweiten Caritaskampagne 2019.

Dabei will sich die Caritas offensiv mit digitalen Entwicklungen auseinandersetzen.

Klar werden soll dabei, was die Digitalisierung für die Caritas und den Arbeitsalltag bedeutet, aber auch, wie die Caritas Digitalisierung konstruktiv gestalten kann.


Die Kampagne soll ein Schlaglicht werfen auf Chancen, die Digitalisierung für die Arbeit der Caritas bietet. Sie soll die Relevanz von digitalen Kompetenzen in Sozialberufen verdeutlichen. Sie will einen Austausch über erfolgreiche und kritische Erfahrungen ermöglichen. Sie will die Politik in die Pflicht nehmen, die digitale Entwicklung zu steuern und aufzeigen, dass es dazu finanzielle und gesetzgeberische Unterstützung braucht. Kurzum: Die Caritas möchte sich mit dem digitalen Wandel auseinandersetzen und Lösungen finden, im Interesse hilfsbedürftiger Menschen!
 
Spektrum, Partner und Zielgruppen der Digitalisierung
Die Digitalisierung umfasst dabei nicht allein das Internet und dessen Nutzung auf Computern, Smartphones und Tablets, sondern auch die Sozialen Medien, softwaregestützte Analysemethoden(Big Data), Künstliche Intelligenz, virtuelle und erweiterte Realität (VR / AR) und standortunabhängiges vernetztes Arbeiten. Bundesweit werden sich Caritas- Mitarbeitende Gedanken dazu machen, wie es künftig gelingen wird, Hilfesuchende, Ehrenamtliche und Kollegen in der analogen und digitalen Welt zu erreichen. Die Kampagne will schwerpunktmäßig innerhalb der Caritas ein Bewusstsein fürs Thema „Sozial braucht digital“ schaffen. Dabei wird jeder Caritasverband auf seine Weise mit Ausbildungsstätten, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Organisationen, anderen Verbänden, aber auch Politikerinnen und Politikern zusammenarbeiten.
 
Erste innovative Ideen in Umsetzung
Einige Projekte laufen bereits und können 2019 in den Mittelpunkt rücken. Zum Beispiel die Talker-App für sprachbehinderte Kinder in einer inklusiven Tagesstätte (Diözesanverband Aachen), Pflegedokumentation per Voice-Mail im Bereich der ambulanten Pflege (Diözesanverband Paderborn), unser eigenes Verbandsprojekt mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) rund um die Assistenzpflegeroboter EDAN und Justin, die künftig pflegebedürftige Personen und Menschen mit Behinderungen im Alltag unterstützen sollen. „Wir öffnen unsere Türen gerne für neue Technologien, wenn sie den uns anvertrauten Menschen helfen, unsere Fachkräfte entlasten und ethisch vertretbar sind“, so Münchens Caritasdirektor Georg Falterbaum. 2019 wird auch die sogenannte Cari-App gelauncht. Die App unseres Therapieverbunds Sucht soll jungen Suchtkranken Halt geben, wenn die Fachkraft nicht greifbar ist und gleichzeitig Klienten an ihre persönlichen Ziele erinnern. Nicht mahnend, sondern motivierend. Außerdem sollen Bewerbungsmöglichkeiten ans digitale Zeitalter angepasst werden und übers Smartphone möglich sein.
Die Caritas ist im Aufbruch und will vor allem eins: Die Digitalisierung zum Wohle der Hilfsbedürftigen und Mitarbeitenden menschlich gestalten!
 
Text: Valentina-Anna Rätz




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